About Gvbk

Zwischennutzung an der Bismarckallee 27.11.2021- 31.1.2022

In Kooperation mit dem Verein IAL (Institut für angewandte Lebensfreude) bespielt das DELPHI_space eine leerstehende Fläche im Zentrum der Stadt Freiburg.

Zwischennutzung an der Bismarckallee

27.11.2021- 31.1.2022

Über die Dauer von zwei Monaten bespielt DELPHI_space in Kooperation mit dem Verein IAL (Institut für angewandte Lebensfreude) eine leerstehende Fläche im Zentrum der Stadt Freiburg.

Durch eine interdisziplinäre Nutzung ist gvbk ein Schaufenster, einzigartiger Ausstellungsort und Treffpunkt für Künstler*innen und Kulturinitiativen.

Das Organisator*innen Team um DELPHI_space setzt ein Zeichen - Leerstand nutzen und beleben und somit zu einer lebendigen Stadt beitragen. Der 330m° große, lichtdurchflutete Raum mit seiner großen Glasfassade fiel ihnen zufällig auf. Nach Gesprächen und Verhandlungen mit den Eigentümern kann der Raum nun für zwei Monate als Ort für Ausstellungen regionaler und überregionaler Künstler*innen und Plattform für lokale Vereine der Kulturszene genutzt werden und reagiert damit auf das immerwährende Problem der Raumnot.

DELPHI_space, die mit ihrem festen Raum und Programm in der Beurbarung seit 2019 bereits neue wichtige Impulse für die Kunstszene in Freiburg gesetzt haben, nutzen nun die Zwischennutzung gvbk als temporäre Erweiterung und als Experimentierfeld.

Dank der Förderungen im Rahmen von #kunsttrotzabstand des Landes Baden-Württemberg, des Kulturamts der Stadt Freiburg, der Bürgerstiftung und von privaten Sponsoren möchte DELPHI_space mit der temporären Nutzung gleichzeitig einen Impuls für die Entwicklung zukünftiger kultureller Räume geben. 

Geplant sind in den kommenden zwei Monaten Ausstellungen, Performances, sowie regelmäßige Veranstaltungen wie Filmscreenings, Diskussionen und Workshops.

„Wir sehen in dem Projekt das Potential, ein Modell für neue künstlerische und kulturelle Raumnut-zung zu werden, das auch von der freien Szene selbst mitgestaltet, eine notwendige Stoßrichtung für die derzeit prekäre Situation der Raumnot und für die wirksame kulturelle Stadtplanung vorgibt.“

Eröffnung am 27.11.2021, 18 Uhr

Programmankündigung: www.delphi-space.com / Instagram DELPHI_space

Kontakt: info@delphi-space.com

Bismarckallee 18-20 | Freiburg

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Heidegger's VALLEY or TECHNE & THE 3 Fools

Heideggers's Valley or Techne & the 3 Fools

15/1/22

-

29/12/21

Exhibition by Elisa Jule Braun & Moritz Stumm

18:00-00:00

Vernissage: 15/1/2022 - 18:00-00:00

Open: 16/1/2022 - 28/1/2022 - 18:00-20:00

Finissage: 29/1/2022 - 18:00 -00:00

Die Schnelllebigkeit des modernen Zeitalters und die damit einhergehende Undurchsichtigkeit der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen verstärken die Kontraste unserer Lebensweisen. Wie dabei äußere Einflüsse auf uns wirken und unsere Positionierung stetig verfestigen oder verändern, bleibt oft unverständlich und unbemerkbar. Die Sprache als Kommunikationsmedium wirkt in diesem Zusammenhang subtil auf uns ein. Sie birgt Entwicklungen und Traditionen in sich und ist ein unterschwelliges Mittel der Einflussnahme, was in ihrem alltäglichen Gebrauch nicht immer offensichtlich ist.
Das zentrale Element der Präsentation von Elisa Jule Braun und Moritz Stumm, die Video-Installation HEIDEGGER’S VALLEY OR TECHNE & THE 3 FOOLS, greift dieses Spannungsfeld auf.

Im Video treffen der „dreiköpfige Höllen-CEO“ und die von ihm erschaffene KI „Techne“ bei dem Vorhaben, ein neues Silicon Valley in der Kleinstadt Meßkirch entstehen zu lassen, auf schwäbische Narren und den wiedergeborenen Philosophie-Bot „Hightekker“. In dieser skurrilen Situation stehen sich Tradition als Vergangenheitsform und Zukunft als Glaube an technologischen Fortschritt gegenüber und versuchen miteinander zu kommunizieren. Es entsteht eine humoristisch erzählte Geschichte um Sprache und ihre Eigenschaft, zugleich verbindendes und trennendes Element zu sein. Zwischen Realität und Fiktion wird ersichtlich, wie durch Sprache Denkweisen vermittelt sowie bewahrt werden und sich somit Machtstrukturen manifestieren können.

Die Objekte und installativen Arbeiten im Raum greifen Elemente des Videos auf. Sie ergänzen und vertiefen die künstlerische Auseinandersetzung mit der Thematik. Dabei versuchen beide Künstler*innen auf humorvolle Art die komplexen und kontroversen Dynamiken unserer Gesellschaft aufzuzeigen, ohne dabei eindeutig Partei zu ergreifen. Das fortlaufende Projekt dient dementsprechend als ein Raum für Reflexion, der in Hinblick auf unsere Geschichte, Gegenwart und Zukunft Bewusstsein schaffen soll.

Konzert: Abramczik & Zilbershtain

Heideggers's Valley or Techne & the 3 Fools

12/1/22

-

12/1/22

Mi. 20:00 UHR

Während der Finissage um 20:00 Uhr dürfen wir uns wieder über eine musikalische Begleitung freuen, diesmal von Tim Abramczik (Computer, Synthesizer) und Ori Zilbershtain (Bass). Der Schwerpunkt der Live-Performance liegt auf akustischen und elektronisch transformierten Klängen. Das Duo improvisiert über feste zeitliche Strukturen, manipuliert Klänge in Echtzeit und kombiniert Bass, Synthesizer und Live-Elektronik.

Die Schnelllebigkeit des modernen Zeitalters und die damit einhergehende Undurchsichtigkeit der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen verstärken die Kontraste unserer Lebensweisen. Wie dabei äußere Einflüsse auf uns wirken und unsere Positionierung stetig verfestigen oder verändern, bleibt oft unverständlich und unbemerkbar. Die Sprache als Kommunikationsmedium wirkt in diesem Zusammenhang subtil auf uns ein. Sie birgt Entwicklungen und Traditionen in sich und ist ein unterschwelliges Mittel der Einflussnahme, was in ihrem alltäglichen Gebrauch nicht immer offensichtlich ist.
Das zentrale Element der Präsentation von Elisa Jule Braun und Moritz Stumm, die Video-Installation HEIDEGGER’S VALLEY OR TECHNE & THE 3 FOOLS, greift dieses Spannungsfeld auf.

Im Video treffen der „dreiköpfige Höllen-CEO“ und die von ihm erschaffene KI „Techne“ bei dem Vorhaben, ein neues Silicon Valley in der Kleinstadt Meßkirch entstehen zu lassen, auf schwäbische Narren und den wiedergeborenen Philosophie-Bot „Hightekker“. In dieser skurrilen Situation stehen sich Tradition als Vergangenheitsform und Zukunft als Glaube an technologischen Fortschritt gegenüber und versuchen miteinander zu kommunizieren. Es entsteht eine humoristisch erzählte Geschichte um Sprache und ihre Eigenschaft, zugleich verbindendes und trennendes Element zu sein. Zwischen Realität und Fiktion wird ersichtlich, wie durch Sprache Denkweisen vermittelt sowie bewahrt werden und sich somit Machtstrukturen manifestieren können.

Die Objekte und installativen Arbeiten im Raum greifen Elemente des Videos auf. Sie ergänzen und vertiefen die künstlerische Auseinandersetzung mit der Thematik. Dabei versuchen beide Künstler*innen auf humorvolle Art die komplexen und kontroversen Dynamiken unserer Gesellschaft aufzuzeigen, ohne dabei eindeutig Partei zu ergreifen. Das fortlaufende Projekt dient dementsprechend als ein Raum für Reflexion, der in Hinblick auf unsere Geschichte, Gegenwart und Zukunft Bewusstsein schaffen soll.

K/eIN Kollektiv +1 @ DELPHI_space Emmendinger Straße

Heideggers's Valley or Techne & the 3 Fools

7/1/22

-

13/1/22

Groupexhibition with Friedrich Andreoni, Pharaz Azimi, Anneliese Greve, Yunsun Kim and Nina Plášková

Di.-So. 18:00-20:00 Uhr

@DELPHI_space Emmendinger Straße

Vernissage: 07/01/2022 - 18:00-22:00

Open: 08/01/2022 - 12/01/2022 - 18:00-20:00

Finissage: 13/01/2022 - 18:00-22:00

K/eIN Kollektiv +1

 

Das K/eIN-Kollektiv ist ein Zusammenschluss von in Berlin ansässigen Künstler*innen. Die ungewöhnliche Schreibweise enthält mehrere Informationen über die Grundsätze und Arbeitsweisen des Kollektivs. „Kein“ und „Ein“ verweisen darauf, dass nicht nur gemeinschaftliche Arbeiten zu spezifischen Themen entstehen, sondern durch gegenseitige Bestärkung auch individuelle künstlerische Positionen weiterentwickelt werden.

Gleichzeitig steht das „KIN“ für die gleichnamige Verwandtschafts-Metapher und Theorie von Donna Haraway, in der unterschiedliche Spezies in ihren Lebens- und Arbeitsformen neue und ungewöhnliche Zusammenhänge und Verwandtschaften schließen. Darin schließt sich der Kreis zu einem der Grundsätze des DELPHI_space, unterschiedliche Künste und Lebensweisen zusammenzubringen, um Neues entstehen zu lassen.

 

In der Gruppenausstellung K/eINKollektiv +1 laden wir 5 Künstler*innen dazu ein, DELPHI_space zubespielen. Dabei wird die Herangehensweise des Kollektivs, sich künstlerisch gegenseitig zu beflügeln, zugleich aber die Individualität zu bewahren, offensichtlich.

 

Als +1 unterlegt die Soundinstallation von Friedrich Andreoni die Ausstellung des Kollektivs mit einer zunächst schwer definierbaren Klanglandschaft. Durch die nachträgliche Verfremdung mit Reverbs und Filtern verschwimmen die Grenzen der ursprünglichen Quellen. Die gesampelten italienischen Volkslieder verschwimmen so mit Segel- und Walfangliedern zu einer subtilen Klangsphäre.

 

Die kleinen Wandobjekte des Künstlers Pharaz Azimi heißen Tiramisu. Die Übersetzung als „Muntermacher“ oder „Aufmunterer“ regt die Besucher*innen dazu an, mit den Stücken zu interagieren. Die Bilder zeigen Aktionen und Interventionen des Künstlers im öffentlichen Raum. Dabei sieht man ihn beispielsweise, wie er den Abstand der Räder eines geparkten Autos zum Straßenrand in München misst, der maximal 30cm betragen sollte. In einer anderen Situation schließt Azimi USB-Sticks in einem Elektromarkt an, um persönliche Bilder und dadurch eine Ausstellung im Geschäft zu öffnen. 

 

Anneliese Greve begibt sich in ihrer künstlerischen Praxis mit Hilfe von archäologisch anmutenden Methoden in die philosophische Welt der Anthropologie. Die Firewood betitelten Arbeiten in der Ausstellung sind handgeformte Keramik-Äste, die durch Aluminiumverbindungen zusammengehalten werden. Das menschliche Interesse an der Reproduktion des Natürlichen steht dabei im Vordergrund.

 

Die Künstlerin Yunsun Kim erforscht die sozialen, politischen und kapitalistischen Mechanismen, die unsere tägliche Wahrnehmung regulieren und beeinflussen. Ihre Installation ARE WE HUMAN ORARE WE DANCER besteht aus gestapelten Briefablagen, auf denen jeweils ein Profilbild mit zugehöriger Berufsbeschreibung auf Papier liegt. Die Profile sind jedoch keine echten Personen, sondern durch einen Algorithmus für maschinelles Lernen erzeugt.

 

Nina Plášková zeigt eine Auswahl von Zeichnungen aus ihrem Katalog der Eingelegten. Die darauf abgebildeten Wesen erinnern in Zusammenhang mit dem Titel an konserviertes Leben nach dem Tod. Dazu passend beschreibt die Künstlerin, dass ihre Inspirationsquellen oft in natur-, medizinhistorischen und archäologischen Museen liegen.

Die Schnelllebigkeit des modernen Zeitalters und die damit einhergehende Undurchsichtigkeit der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen verstärken die Kontraste unserer Lebensweisen. Wie dabei äußere Einflüsse auf uns wirken und unsere Positionierung stetig verfestigen oder verändern, bleibt oft unverständlich und unbemerkbar. Die Sprache als Kommunikationsmedium wirkt in diesem Zusammenhang subtil auf uns ein. Sie birgt Entwicklungen und Traditionen in sich und ist ein unterschwelliges Mittel der Einflussnahme, was in ihrem alltäglichen Gebrauch nicht immer offensichtlich ist.
Das zentrale Element der Präsentation von Elisa Jule Braun und Moritz Stumm, die Video-Installation HEIDEGGER’S VALLEY OR TECHNE & THE 3 FOOLS, greift dieses Spannungsfeld auf.

Im Video treffen der „dreiköpfige Höllen-CEO“ und die von ihm erschaffene KI „Techne“ bei dem Vorhaben, ein neues Silicon Valley in der Kleinstadt Meßkirch entstehen zu lassen, auf schwäbische Narren und den wiedergeborenen Philosophie-Bot „Hightekker“. In dieser skurrilen Situation stehen sich Tradition als Vergangenheitsform und Zukunft als Glaube an technologischen Fortschritt gegenüber und versuchen miteinander zu kommunizieren. Es entsteht eine humoristisch erzählte Geschichte um Sprache und ihre Eigenschaft, zugleich verbindendes und trennendes Element zu sein. Zwischen Realität und Fiktion wird ersichtlich, wie durch Sprache Denkweisen vermittelt sowie bewahrt werden und sich somit Machtstrukturen manifestieren können.

Die Objekte und installativen Arbeiten im Raum greifen Elemente des Videos auf. Sie ergänzen und vertiefen die künstlerische Auseinandersetzung mit der Thematik. Dabei versuchen beide Künstler*innen auf humorvolle Art die komplexen und kontroversen Dynamiken unserer Gesellschaft aufzuzeigen, ohne dabei eindeutig Partei zu ergreifen. Das fortlaufende Projekt dient dementsprechend als ein Raum für Reflexion, der in Hinblick auf unsere Geschichte, Gegenwart und Zukunft Bewusstsein schaffen soll.

A9 | A6 | A5

Heideggers's Valley or Techne & the 3 Fools

5/1/22

-

12/1/22

Groupexhibition with Jonas Berndt, Tamara Eckhardt, Robert Gemming, Caroline Heinecke, Bahar Kaygusuz, Milan Koch, Elliott Kreyenberg, Manuel Lossau, Chiara Wettmann and Ekaterina Zershchikova

Di.-So. 18:00-20:00 Uhr

Vernissage: 05/01/2022 - 18:00-00:00

Open: 06/01/2022 - 11/01/2022 - 18:00-20:00

Finissage: 12/01/2022 - 18:00-00:00

A9 | A6 | A5

Die dritte Ausstellung im DELPHI_space/gvbk ist zugleich die erste in der kurzen Geschichte unseres Vereins, in der ausschließlich Fotografie präsentiert wird. Dafür laden wir 10 Künstler*innen der Berliner Ostkreuzschule für Fotografie dazu ein, über die Autobahnen A9, A6 und A5 nach Freiburg zu kommen und ihre Arbeiten zu präsentieren.

 

Die 2005 von Werner Mahler und Thomas Sandberg gegründete Ostkreuzschule für Fotografie ist nach der gleichnamigen Fotoagentur benannt, zu der sich 1990 kurz nach dem Mauerfall 7 ostdeutsche Fotograf*innen zusammenschlossen. Zu ihren Lehrgrundsätzen zählen seit ihrer Gründung die Schulung des fotografischen Sehens, die Erarbeitung und Förderung der eigenen fotografischen Handschrift und der sichere gestalterische Umgang mit dem Medium Fotografie.

Dementsprechend steht auch in der Ausstellung A9 | A6 | A5 die für die Ostkreuzschule kennzeichnende Auseinandersetzung mit dem Gesehenen, welche auf einer hohen Sensibilität für die elementaren Aspekte der Fotografie wie Farbe, Licht und Textur basiert, im Vordergrund. Dieses Feingefühl spiegelt sich in den künstlerischen Betrachtungen verschiedener Umgebungen, Menschen und ihren Geschichten wider, die sich meist zwischen Fotojournalismus, Dokumentar- und künstlerischerF otografie bewegen.

 

Das Sichtbarmachen von sonst übersehenen Menschengruppen und ihren Realitäten ist ein zentraler Bestandteil der jeweiligen künstlerischen Positionen, in denen das Thema Isolation oftmals im Mittelpunkt steht. So dokumentiert beispielsweise Tamara Eckhart die Umgebung St. Maryʼs Park, die als eine der am stärksten benachteiligten Gegenden Irlands gilt, indem sie die dort aufwachsenden Kinder fotografisch begleitet. Chiara Wettmann gewährt einen Einblick in die Berliner Justizvollzugsanstalt Heidering, indem sie einen Seelsorger bei seiner Arbeit mit Inhaftierten begleitet. Auch Jonas Berndt widmet sich dem Thema, indem er die isolierte Lebensweise der Bewohner*innen auf einer kleinen griechischen Insel namens Antikythera festhält, auf der seit Jahrzehnten auf fast zwanzig Quadratkilometern gerade einmal knapp zwanzig Menschen leben. Manuel Lossau behandelt Isolation im Zusammenhang mit Krankheit und Tod durch Fotografien von sterbenskranken Menschen im Hospiz, die er auf ihrer letzten Station besuchte und begleitete.

 

Das Verorten von Menschen in ihrer Umgebung und der Einfluss, den sie auf unterschiedliche Orte ausüben, wird in weiteren fotografischen Positionen sichtbar. Elliot Kreyenberg beschäftigt sich dabei mit der Waldbesetzung des hessischen Danneröder Forsts und dokumentiert den beidseitigen Eingriff in die Natur - die Zerstörung und den gleichzeitigen Versuch der Bewahrung. Für Bahar Kaygusuz stehen die Begegnungen mit Menschen, die mit gesellschaftlichen Normen brechen und neue Räume für die Suche, Annäherung und das Finden von Identität schaffen, im Mittelpunkt. Auf ähnliche Weise setzt sich Ekaterina Zershchikova mit dem „russischen Berlin” auseinander und fotografiert russischsprachige Menschen, die aus verschiedenen Ländern der ehemaligen Sowjetunion eingewandert sind und seit mehreren Generationen in Berlin zuhause sind. Das Menschliche ergründet Milan Koch hingegen ausgehend vom Lebensraum Stadt und verschafft mit seinen fotografischen Arbeiten einen persönlichen Blick auf die städtische Umgebung und ihre Einwohner*innen.

 

Mit bedeutungsstiftenden Narrativen beschäftigen sich die fotografischen Arbeiten von Robert Gemming und Caroline Heinecke. Robert Gemming interessieren die vielschichtigen und teilweise komplizierten Beziehungen in Familien und Freundeskreisen, die zwischen Absurdität, Tragik und Komik changieren. Caroline Heinecke hingegen untersucht in ihren Stilllebenfotografien das menschliche Verhalten gegenüber dem Sammeln von Gegenständen und ihrer Wertzuschreibung, um die teils emotionale Bindung zwischen Menschen und Objekten zu demonstrieren.

Hinweise zur Ausstellung:

Vernissage: Mi. 05.01.2022, 18:00-00:00 Uhr


Bismarckallee 18-20 | 79098 Freiburg
Öffnungszeiten Mi.-So. von 18:00 bis 20:00 Uhr

Der Zutritt erfolgt nach der 2G-Plus Regel des Landes Baden-Württemberg. Aktuelle Informationen findet ihr hier. Somit müssen Gäste sowohl einen Impf- oder Genesenennachweis (Sars-Cov 2), wie auch einen tagesaktuellen, negativen PCR- oder Antigenschnelltest an der Eingangskontrolle vorweisen. Der Test muss in einem zertifizierten Testzentrum erfolgt sein. Selbsttests ermöglichen keinen Zugang. Wer geboostert ist oder wessen Vollimmunisierung nicht länger als 3 Monate zurück liegt, ist von der Testpflicht bei 2G-Plus befreit. Zur Kontaktdatenerfassung gibt es sowohl QR-Codes zum Einchecken per Corona-Warn oder Luca-App, wie auch Erfassungsbögen auf Papier.

Im Innenraum besteht Maskenpflicht (Medizinische oder FFP-2 Maske). Wir behalten es uns vor, den Zugang bei zu großem Personenaufkommen zu stoppen.

Die Schnelllebigkeit des modernen Zeitalters und die damit einhergehende Undurchsichtigkeit der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen verstärken die Kontraste unserer Lebensweisen. Wie dabei äußere Einflüsse auf uns wirken und unsere Positionierung stetig verfestigen oder verändern, bleibt oft unverständlich und unbemerkbar. Die Sprache als Kommunikationsmedium wirkt in diesem Zusammenhang subtil auf uns ein. Sie birgt Entwicklungen und Traditionen in sich und ist ein unterschwelliges Mittel der Einflussnahme, was in ihrem alltäglichen Gebrauch nicht immer offensichtlich ist.
Das zentrale Element der Präsentation von Elisa Jule Braun und Moritz Stumm, die Video-Installation HEIDEGGER’S VALLEY OR TECHNE & THE 3 FOOLS, greift dieses Spannungsfeld auf.

Im Video treffen der „dreiköpfige Höllen-CEO“ und die von ihm erschaffene KI „Techne“ bei dem Vorhaben, ein neues Silicon Valley in der Kleinstadt Meßkirch entstehen zu lassen, auf schwäbische Narren und den wiedergeborenen Philosophie-Bot „Hightekker“. In dieser skurrilen Situation stehen sich Tradition als Vergangenheitsform und Zukunft als Glaube an technologischen Fortschritt gegenüber und versuchen miteinander zu kommunizieren. Es entsteht eine humoristisch erzählte Geschichte um Sprache und ihre Eigenschaft, zugleich verbindendes und trennendes Element zu sein. Zwischen Realität und Fiktion wird ersichtlich, wie durch Sprache Denkweisen vermittelt sowie bewahrt werden und sich somit Machtstrukturen manifestieren können.

Die Objekte und installativen Arbeiten im Raum greifen Elemente des Videos auf. Sie ergänzen und vertiefen die künstlerische Auseinandersetzung mit der Thematik. Dabei versuchen beide Künstler*innen auf humorvolle Art die komplexen und kontroversen Dynamiken unserer Gesellschaft aufzuzeigen, ohne dabei eindeutig Partei zu ergreifen. Das fortlaufende Projekt dient dementsprechend als ein Raum für Reflexion, der in Hinblick auf unsere Geschichte, Gegenwart und Zukunft Bewusstsein schaffen soll.

Salon de Fiestas

Heideggers's Valley or Techne & the 3 Fools

17/12/21

-

29/12/21

Groupexhibition by Catherina Cramer & Giulietta Ockenfuß, Vincent Grunwald, Maximilian Thiel

Mi.-So. 18:00-20:00 Uhr

Vernissage: 17/12/2021 - 18:00-00:00

Open: 18/12/2021 - 28/12/2021 - 18:00-20:00

Finissage: 29/12/2021 - 18:00 -00:00

Salon de Fiestas

Mit der Ausstellung "Salon de Fiestas” führt das DELPHI_space/gvbk seine Grundidee von Begegnung und Austausch fort und lädt Künstler*innen aus Frankfurt und Berlin ein, gvbk zu bespielen. Catherina Cramer & Giulietta Ockenfuß, Vincent Grunwald und Maximilian Thiel verbindet eine lange währende Bekanntschaft und ein Erfahrungsaustausch, der sich in der räumlichen Konzeption der Ausstellung und den inhaltlichen Auseinandersetzungen manifestiert.

Die in unterschiedlichen Medien arbeitenden Künstler*innen beschäftigen sich mit Aspekten des Prozesshaften und der Hinterfragung von Ermächtigungsstrategien durch historische und kulturelle Einschreibungen. Gemeinsam konzipieren sie gvbk als Projektionsfläche des “Salon de Fiestas”, dessen tragende Strategie die spontanen Verschränkungen fiktiver und dokumentarischer Elemente und Erfahrungen und das Ausloten von deren Potentialitäten bedeutet. Das Ineinandergreifen der verschiedenen Arbeiten im Raum verbindet dabei immer wieder neu die inhaltlichen Perspektivachsen und Sichtweisen und führt wiederkehrende Themen und Assoziationen kaleidoskopisch zu ephemeren Narrativen zusammen.

Die räumlichen und installativen Interventionen von Vincent Grunwald und Maximilian Thiel sind an Ideen fiktiver urbaner Räume und Landschaften angelehnt und dienen gleichzeitig als Display für die Arbeiten des “Salon de Fiestas”.

Während die installativen Settings als Artefakte eines möglichen öffentlichen Raums gelesen werden können, konzentriert sich Vincent Grunwald in seinen kleinformatigen Zeichnungen auf die persönliche Biographie einer Person und seiner identitätsstiftenden Formalia. Vor allem interessieren ihn dabei dem Individuum zugeteilte fortlaufende Nummernfolgen und Codes, die zum gestalterischen Element seiner Zeichnungen werden. Es sind die strukturellen Wirkungsmächte von Vergabe- und Zuteilungsmechanismen mit denen Vincent Grunwald sich in seinen Arbeiten auseinandersetzt und die er versucht zu neuen fiktiven Räumen umzuinterpetieren.

In ihrer Videoserie UNLEASH THE BEAST beleuchten Catherina Cramer & Giulietta Ockenfuß Fragen nach Identität und Herkunft. In Anknüpfung an den ersten Teil führt CHAPTER II – HAGENBECKS ZOO die Geschichte der „Wasseräffin“ auf der Suche nach ihrer Identität fort.

Mechanismen der Geschichtsschreibung und Machtverhältnisse werden in der Videoarbeit reflektiert und die Entstehung und Möglichkeiten historischen Wissens hinterfragt. Ergänzt wird die Videoarbeit durch zwei Collage-Panels, die wie ein INDEX zur Videoarbeit funktionieren und Drehbuchfragmente, Inspirationsquellen und assoziatives Bildmaterial kombinieren. Zwar gehen Fiktion und Dokumentation ineinander, allerdings werden diese beiden Bereiche, sowohl inhaltlich als auch auf formaler Ebene klar voneinander abgesetzt.

Die Arbeiten von Maximilian Thiel sind in der traditionellen Technik des Sgraffito (dt. Kratzputz) ausgeführt. Anstatt wie in der ursprünglich italienischen Fresko-Technik strukturell und geometrisch obere Schichten zur Wandgestaltung abzutragen, verwendet er die Technik im malerischen Sinne. Anders aber als in der Malerei macht erst das subtraktive Verfahren die Linien erkennbar. Ganze Räume und Fassaden gestaltet Maximilian Thiel in dieser Technik mit mal abstrakten, mal figürlichen Elementen aus. Dabei sind die Arbeiten auch immer wieder Prozessen der De- und Rekonstruktion unterworfen. So werden im "Salon de Fiestas" u.a. Fragmente vergangener Wandarbeiten ausgestellt, die in einem fiktiv Archäologischen Prozess wieder neu zusammengesetzt wurden und dadurch Fragen nach kultureller Identität und nach dem Überdauern eingeschriebener Inhalte aufwerfen.

Hinweise zur Ausstellung:

Finissage: Mi. 29.12.2021, 18:00-00:00 Uhr


Bismarckallee 18-20 | 79098 Freiburg
Öffnungszeiten Mi.-So. von 18:00 bis 20:00 Uhr

Der Zutritt erfolgt nach der 2G-Plus Regel des Landes Baden-Württemberg. Aktuelle Informationen findet ihr hier. Somit müssen Gäste sowohl einen Impf- oder Genesenennachweis (Sars-Cov 2), wie auch einen tagesaktuellen, negativen PCR- oder Antigenschnelltest an der Eingangskontrolle vorweisen. Der Test muss in einem zertifizierten Testzentrum erfolgt sein. Selbsttests ermöglichen keinen Zugang. Wer geboostert ist oder wessen Vollimmunisierung nicht länger als 6 Monate zurück liegt, ist von der Testpflicht bei 2G-Plus befreit. Zur Kontaktdatenerfassung gibt es sowohl QR-Codes zum Einchecken per Corona-Warn oder Luca-App, wie auch Erfassungsbögen auf Papier.

Im Innenraum besteht Maskenpflicht (Medizinische oder FFP-2 Maske). Wir behalten es uns vor, den Zugang bei zu großem Personenaufkommen zu stoppen.

Die Schnelllebigkeit des modernen Zeitalters und die damit einhergehende Undurchsichtigkeit der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen verstärken die Kontraste unserer Lebensweisen. Wie dabei äußere Einflüsse auf uns wirken und unsere Positionierung stetig verfestigen oder verändern, bleibt oft unverständlich und unbemerkbar. Die Sprache als Kommunikationsmedium wirkt in diesem Zusammenhang subtil auf uns ein. Sie birgt Entwicklungen und Traditionen in sich und ist ein unterschwelliges Mittel der Einflussnahme, was in ihrem alltäglichen Gebrauch nicht immer offensichtlich ist.
Das zentrale Element der Präsentation von Elisa Jule Braun und Moritz Stumm, die Video-Installation HEIDEGGER’S VALLEY OR TECHNE & THE 3 FOOLS, greift dieses Spannungsfeld auf.

Im Video treffen der „dreiköpfige Höllen-CEO“ und die von ihm erschaffene KI „Techne“ bei dem Vorhaben, ein neues Silicon Valley in der Kleinstadt Meßkirch entstehen zu lassen, auf schwäbische Narren und den wiedergeborenen Philosophie-Bot „Hightekker“. In dieser skurrilen Situation stehen sich Tradition als Vergangenheitsform und Zukunft als Glaube an technologischen Fortschritt gegenüber und versuchen miteinander zu kommunizieren. Es entsteht eine humoristisch erzählte Geschichte um Sprache und ihre Eigenschaft, zugleich verbindendes und trennendes Element zu sein. Zwischen Realität und Fiktion wird ersichtlich, wie durch Sprache Denkweisen vermittelt sowie bewahrt werden und sich somit Machtstrukturen manifestieren können.

Die Objekte und installativen Arbeiten im Raum greifen Elemente des Videos auf. Sie ergänzen und vertiefen die künstlerische Auseinandersetzung mit der Thematik. Dabei versuchen beide Künstler*innen auf humorvolle Art die komplexen und kontroversen Dynamiken unserer Gesellschaft aufzuzeigen, ohne dabei eindeutig Partei zu ergreifen. Das fortlaufende Projekt dient dementsprechend als ein Raum für Reflexion, der in Hinblick auf unsere Geschichte, Gegenwart und Zukunft Bewusstsein schaffen soll.

Performing Mondays

Heideggers's Valley or Techne & the 3 Fools

13/12/21

-

24/1/22

Tanzperformances

Montags 19:00 Uhr

Montags öffnet DELPHI_space/gvbk für die Tanz- und Performance Kunst. Gezeigt werden kürzere und längere Arbeiten von Künstler*innen der Freien Tanz- und Performing Arts Szene aus Freiburg sowie von Gästen aus Basel, Berlin und Düsseldorf. Das Programm ist eingebettet in niederschwellige Gesprächsformate oder physische Einführungen zu den Stücken und belebt so aktiv den Raum zwischen Publikum und Performer*innen sowie der Bildenden und Darstellenden Kunst. Gezeigt werden elaborierte Arbeiten sowie Work in Progress Stücke.

Die Veranstaltungen sind kostenlos.

Hinweise zur Veranstaltung:

Bismarckallee 18-20 | 79098 Freiburg
Montag ab 19:00 Uhr


Der Zutritt erfolgt nach der 2G-Plus Regel des Landes Baden-Württemberg. Aktuelle Informationen findet ihr hier. Somit müssen Gäste sowohl einen Impf- oder Genesenennachweis (Sars-Cov 2), wie auch einen tagesaktuellen, negativen PCR- oder Antigenschnelltest an der Eingangskontrolle vorweisen. Der Test muss in einem zertifizierten Testzentrum erfolgt sein. Selbsttests ermöglichen keinen Zugang. Wer geboostert ist oder wessen Vollimmunisierung nicht länger als 3 Monate zurück liegt, ist von der Testpflicht bei 2G-Plus befreit. Zur Kontaktdatenerfassung gibt es sowohl QR-Codes zum Einchecken per Corona-Warn oder Luca-App, wie auch Erfassungsbögen auf Papier.

Im Innenraum besteht Maskenpflicht (Medizinische oder FFP-2 Maske). Wir behalten es uns vor, den Zugang bei zu großem Personenaufkommen zu stoppen.

Anmeldung erforderlich unter: https://www.eventbrite.de/e/performing-mondays-tickets-255343919537

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#PERFORMANCE 7
Montag, 31.01.2022 19:00 Uhr

Tension FR

Konzept & Tanz: Bernardo San Rafael

Dauer: 30 min


Tension FR ist eine installative Performance die den Körper mit dem Raum verbindet. Durch hunderte von Fäden wird der Körper der Darsteller*innen mit der Umgebung verbunden. Diese lebendige Installation ist auch eine Auseinandersetzung mit den aktuellenAbstandsregelungen und den zwischenmenschlichen Beziehungen, die heutzutage durch die Corona Krise unter enormer Spannung stehen. Wir sind voneinander abhängig, Zusammenhalt ist eine Frage des Abstandes geworden und doch wollen wir ein Individuum bleiben.

AsphaltWald – Duo Glänz

Konzept: Christian Herrmann (Sound) & Dagmar Ottmann (Tanz)

Dauer: 20 min

 

Das Duo Glänz, bestehend aus demBeatboxer und Loopstation Artist Christian Herrmann und der TanzkünstlerinDagmar Ottmann, lädt zu einer Performance der Gegensätze ein: Licht undDunkelheit, Stille und Klang, Harmonie und Dissonanz. Im Vordergrund stehtdabei das besondere Zusammenspiel aus Loopstation, Beatbox und Tanz.Ursprünglich wurde AsphaltWald für den öffentlichen Raum konzipiert: einbeleuchteter, asphaltierter Schulhof, sowie ein angrenzendes, dunklesWaldstück. Nun darf sich die Performance im Innenraum entfalten.

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#PERFORMANCE 6
Montag, 24.01.2022 19:00 Uhr

Beige against the machine
Work in Progress
Konzept und Tanz: Nora Wyss und Miriam Seifert
Dauer: 15 min

 

Mehr, schneller, besser. Sie nehmen uns Arbeit ab, machen Abläufe effizienter, und auch die Socken werden schneller trocken. Geräte, Maschinen und Technologien bestimmen unser Leben.

In “Beige against the machine” tauchen die Performer*innen in die komplizierte Beziehung zwischen Körper und Gerät. Mal sinnlich, mal absurd, mal streng befragen sie mit ihren Körpern die Potenziale zweier Wäscheständer. Über allem thronen Fragen wie: Dienen Geräte uns noch oder sind wir längst deren Handlangerinnen? Was wenn wir alles über den Haufenwerfen?

 

LOT
Konzept und Tanz: Tasha Hess Neustadt & Fabian Riss
Dauer: 15min

 

LOT forscht am Schnittpunkt von Somatik und Tanztheater, an einem Zustand der Unabdingbarkeit.
Körperlandschaften in konstantem Umbruch mit der Sicherheit unberechenbarer Stille. 
Ein Duet aus Individuum und Kollektiv,
Das Bedürfnis, hier zu bleiben,
Der Drang, dort zu sein,
Amanda

 

LOT wurde im Rahmen einer Residenz in der Tanztendenz München mit Mentoring von Stephan Herwig kreiert.
Weiterer Dank gilt Co-Op Dance Company und Gallustheater Frankfurt am Main. 

 

Now
Konzept und Tanz: Daniela Georgieva (Düsseldorf)
Dauer: 30min

Wenn man denselben Weg entlang, derselben Route, mit verschiedenen Personen geht, reproduziert man gleiches Szenario, aber erlebt das Gehen auf seine Andersartigkeit. Der Akt des Gehens gibt für Daniela Georgieva selbst das Tempo vor und so entstehen eigene Choreografien des erlebten Gehens.

Langsamer Bewegungsrhythmus der bis zur Absurdität führt, nutzt sie um detailliert die Physis des Körpers und die Gangart zu erforschen. 

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#PERFORMANCE 5
Montag, 17.01.2022 19:00 Uhr


Solid Bodies
Work in progress
Konzept, Tanz: Miriam Seifert, Sounds: Miriam Seifert
Dauer: ca. 10 min.


In dem Stück „Solid Bodies“ geht es um die Verfestigung von Körperteilen, bis hin zu vollkommener Unbeweglichkeit, so wie um deren Versuch sich zu lösen und
Spielräume zu öffnen, in denen sie sich neu finden und frei agieren können. Auf der Bühne liegen Gipsabdrücke, Erinnerungen an Körperteile, isoliert im Raum
verteilt. Still und regungslos, als ob sie ihre Funktion vergessen hätten. Ein Körper schält sich aus seiner Hülle und versucht sich aus der Erstarrung zu lösen, ohne zu
wissen was ihn erwarten wird, auf der Suche nach neuen Spielräumen. Wie viel Zeit wird es brauchen, bis sich der Körper wieder neu sortiert hat?

A K T
Konzept: Kai Brügge & Julia Klockow
Performer*innen: Danesh Ashouri, Kai Brügge, Julia Klockow, Danial Arabali, Melanie
Anna Seeger, Loreto Valenzuela
Dauer: 1 h



A K T-Die Performance bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Akt-Stehen und Tanz. Inspiriert von der meditativen Haltung während des Aktstehens sowie vom anatomischen, wertfreien Blick der Zeichner*innen, der in der Aktklasse kultiviert wird, teilt die Performance diesen Erfahrungsraum in einem performativen Setting. Besucher*innen können dem Geschehen beiwohnen, die skulpturalen Posen beobachten und gleichzeitig sehen, was die Zeichner*innen auf Papier festhalten. Wer spontan selbst mitzeichnen will, ist herzlich dazu eingeladen.

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#PERFORMANCE 4
Montag, 10.01.2022 19:00 Uhr

Y yo a ti
Konzept & Tanz: Esther Moreno Suárez
Dauer: 15.30 min


In "Y yo a ti" geht es um Verlust und Loslassen, als eine echte Praxis. Jeder von uns hat einen Sack voller Erinnerungen, Orte, Menschen, Situationen... aber manchmal wird dieser Sack zu schwer, um ihn weiter zu tragen. Durch Bewegung, Stimme und Musik lässt sich Esther Moreno auf diesen Prozess des Loslassens ein und teilt   diese Erfahrung mit ihrem Publikum. Nachdenklich und sensibel. Ein Akt der Liebe.



Ein Blatt wie
Konzept & Tanz: Cosima Dudel
Dauer: 10 min


Das Solostück ‚Ein Blatt wie‘ basiert auf einer niedergeschriebenen Beobachtung eines Blattes. Die Beobachtung der Natur kann wie ein Spiegel wirken, in dem wir uns betrachten, ohne es zu merken. „Ein Blatt“ wie erzählt von Geborgenheit und Einsamkeit, Leben und Vergänglichkeit. In ihrem Solo verkörpert Cosima Dudel die Metapher eines Blattes, empfindet seinen Weg nach, distanziert von ihrer Person. Und doch lässt genau jenes sie spüren, sich verstanden fühlen. Sie teilt die Geschichte des Blattes, der Natur. Ein Blatt wie. Wie du? Wie ich? Wie wir?


Closing Wip
Konzept & Tanz: Camilla Fiumara
Dauer: ca.15 min

In the solo project, dancer Camilla Fiumara reflects on the past two years of global pandemic and on the different emotions, the boredom and the emptiness she experienced during this time. The isolation and the long time spent at home influence her dance by affecting the movements that are characterized by a sort of minimalism, staccato quality and body isolations, and by attempts to express the affects of the lockdowns.In accounting “Closing WIP” stands for what is left over after a period, not to be thrown away, but simply yet to be completed. With this project, Camilla wants to gather up those pieces, not yet put to work, and make the leftover, the unproductivity, the central topic of the dance.

In ihrem Soloprojekt reflektiert die Tänzerin Camilla Fiumara über die vergangenen zwei Jahre der globalen Pandemie und über die verschiedenen Emotionen, die Langeweile und die Leere, die sie in dieser Zeit erlebt hat. Die Isolation und die lange Zeit, die sie zu Hause verbracht hat, beeinflussen ihren Tanz. Ihre Bewegungen sind durch Minimalismus, Stakkato-Qualität und Körperisolierungen gekennzeichnet. Eine Suche danach, wie man die Auswirkungen der Abriegelungen auszudrücken vermag. Mit diesem Projekt möchte Camilla die noch nicht bearbeiteten Teile sammeln und das Überbleibsel, die Unproduktivität, zum zentralen Thema des Tanzes machen.

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#PERFORMANCE 3
Sonntag, 02.01.2021 19:00 Uhr

kEinsam – eine performative Annäherung
Konzept & Tanz: Stina Hinrichs (Bremen/Freiburg)

Dauer: 15min (work in progress)

In einer Zeit gesellschaftlicher Vereinzelung und pandemiebedingten Rückzugs zeigt kEinsam, wie das Gefühl der Einsamkeit unsere Leben beeinflusst. Die Solo-Performance von Stina Hinrichs ist eine Spurensuche in einem quaderförmigen Gerüst, das an den Umriss eines Zimmers erinnert. Verschiedene Aspekte des Gefühls werden darin vertanzt, Strategien entwickelt und getestet. Die Bewegungen interagieren mit einer Sound Collage, in der Menschen im Alter von 6 bis 100 Jahren zu Wort kommen und sich ihre Erfahrungen mit Geräuschen der Einsamkeit mischen. So werden Herausforderungen, aber auch bestärkende Perspektiven sicht- und hörbar.
Die Entwicklung der Performance wurde durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Programm NEUSTART KULTUR, Hilfsprogramm DIS-TANZEN des Dachverband Tanz Deutschland, gefördert.

Performance & Sound: Stina Hinrichs
Dramaturgie: Katharina Greeven
Bühnenbild: Ronja Klöß

„This is not about me“
Konzept & Tanz: Micha Ela Dašková (Prag)
Dauer: 33 minute

Physical Theatre Performance über das politische Patriarchat und den Wunsch nach der saubersten Erde der Welt. Das Stück nimmt sich der Rolle eines „Dziad“ an, eines Erzählers, eines Clowns, eines Tricksters – der sich mit seiner Stimme, Gestik und seinem Körper zeitgenössische Ausdrücke verschiedener mächtiger Politiker bedient und die Welt kommentiert. Die Performance bewegt sich auf einem schmalen Grat zwischen Parodie und Kritik, betont subtil und legt offen, was eigentlich nicht sichtbar werden soll. Der Körper der Erzählerin verändert sich unter dem Einfluss verschiedener politischer Narrative, dem Jonglieren mit Worten, Schreien, Stottern, Brüllen und diverser stimmlicher Elemente, die durch den Raum fließen.

Das Stück basiert auf konkreten und medienbekannten politischen Fällen, die jedoch eine universelle Botschaft haben und im Allgemeinen die Werte und Handlungen widerspiegeln, die in verschiedenen sozialen Umgebungen und Systemen gefördert werden.


Sprach- und Bewegungsführung: Cécile da Costa
Dramaturgie und Regie-Zusammenarbeit: Marika Smreková
Koproduktion: Studio ALTA

Weitere Infos hier

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#PERFORMANCE 2
Montag, 20.12.2021 19:00 Uhr

GROW aus dem Projekt femmes fluides von echos (Freiburg/Trossingen)
Konzept: Andrea Kreisel (Tanz) & Vasilina Yfanti (Querflöte)
Dauer ca. 25 min (work in progress)

In GROW schreiben die Tänzerin Andrea Kreisel (Freiburg) und die Musikerin Vasilina Yfanti (Trossingen) die griechische Überlieferung der Syrinx-Figur neu. Claude Debussy schrieb 1913 ein dreiminütiges Solo für Flöte und verlieh dabei der Figur Syrinx einen emotiven musikalischen Ausdruck, den Vasilina im Stück interpretiert. GROW verbindet Musik und Tanz in Improvisation und Komposition und nutzt dabei innere Bilder des Syrinx-Mythos‘: Die Künstler*innen erforschen, wie sich althergebrachte Mythen vom männlichen Blick befreien und wie sie in eine zeitgenössische Lesart übertragen werden können. GROW kreiert eine poetische Atmosphäre, in der sowohl Intimität also auch Verrücktheit spielerisch ihren Platz haben dürfen.

숨breath von Yeosyl (Basel)
Konzept: Yeonji Han (Tanz) & Sylvain Monchocé (Musik)
Dauer ca. 25 min

In 숨breath (Atem auf Koreanisch) steht der Atem im Zentrum. Die Improvisation aus Musik und Tanz spielt mit extremen Kontrasten in Bezug auf Farben, Intensität, Dynamik und Stille bis - die Zeit zu stehen scheint. Über die Kraft des Atems verbinden sich die Performer*innen Han und Monchoncé mit ihrer Umgebung, um die engen Räume in denen wir leben zu erweitern. Einzigartig neurotisch magnetische Momente geben dem Publikum die Chance, sich mit dem eigenen Atem zu verbinden und von
neuem zu träumen.
Suported by: la bonne heure
Premiere 숨breath: Oktober 2021 im Warteck Basel. Weitere Performances im März und April in Basel.

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#PERFORMANCE 1
Montag, 13.12.2021 19:00 Uhr

Performance - „Going Vertical“

Physical Introduction

19:00 - 19:30

Vor der Performance laden Anna Kempin und Tim Weseloh zu einer physischen Einleitung ein. In dieser wird die eigene körperliche Wahrnehmung aktiviert sowie Prinzipien aus "Going Vertical" spielerisch und leicht zugänglich für alle Interessierten erfahrbar gemacht.


Going Vertical

19:45 - ca. 20:30

„Going Vertical“ ist eine lokomotorische und sensitive Erforschung von Bewegungsmaterialen und Vermittlung neuer Fähigkeiten in einer veränderten Umgebung. Dabei wird der Körper an ungewohnten Orten, und in ungewohnten Körperhaltungen herausgefordert.

Einfache Bewegungsmuster, welche die Schnittstelle zwischen Tanz und Parkour offenlegen, werden neu erprobt und auf künstlerische Potenziale untersucht. Ergänzend zu der ausgehenden Bewegungsrecherche experimentiert und untersucht die Musikerin Maria Beatriz Picas de CarvalhoMagalhaes diese Prinzipien auf musikalischer Ebene. Es entsteht ein oszillierender Raum zwischen Musik und Bewegung, Raum und Körper, Wahrnehmung und Empfindung.


Tanz & Konzept: Anna Kempin & Tim Weseloh

Musik: Maria Beatriz Picas de Carvalho Magalhaes


Anna Kempin & Tim Weseloh
©Photo Insa Langhorst








Die Schnelllebigkeit des modernen Zeitalters und die damit einhergehende Undurchsichtigkeit der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen verstärken die Kontraste unserer Lebensweisen. Wie dabei äußere Einflüsse auf uns wirken und unsere Positionierung stetig verfestigen oder verändern, bleibt oft unverständlich und unbemerkbar. Die Sprache als Kommunikationsmedium wirkt in diesem Zusammenhang subtil auf uns ein. Sie birgt Entwicklungen und Traditionen in sich und ist ein unterschwelliges Mittel der Einflussnahme, was in ihrem alltäglichen Gebrauch nicht immer offensichtlich ist.
Das zentrale Element der Präsentation von Elisa Jule Braun und Moritz Stumm, die Video-Installation HEIDEGGER’S VALLEY OR TECHNE & THE 3 FOOLS, greift dieses Spannungsfeld auf.

Im Video treffen der „dreiköpfige Höllen-CEO“ und die von ihm erschaffene KI „Techne“ bei dem Vorhaben, ein neues Silicon Valley in der Kleinstadt Meßkirch entstehen zu lassen, auf schwäbische Narren und den wiedergeborenen Philosophie-Bot „Hightekker“. In dieser skurrilen Situation stehen sich Tradition als Vergangenheitsform und Zukunft als Glaube an technologischen Fortschritt gegenüber und versuchen miteinander zu kommunizieren. Es entsteht eine humoristisch erzählte Geschichte um Sprache und ihre Eigenschaft, zugleich verbindendes und trennendes Element zu sein. Zwischen Realität und Fiktion wird ersichtlich, wie durch Sprache Denkweisen vermittelt sowie bewahrt werden und sich somit Machtstrukturen manifestieren können.

Die Objekte und installativen Arbeiten im Raum greifen Elemente des Videos auf. Sie ergänzen und vertiefen die künstlerische Auseinandersetzung mit der Thematik. Dabei versuchen beide Künstler*innen auf humorvolle Art die komplexen und kontroversen Dynamiken unserer Gesellschaft aufzuzeigen, ohne dabei eindeutig Partei zu ergreifen. Das fortlaufende Projekt dient dementsprechend als ein Raum für Reflexion, der in Hinblick auf unsere Geschichte, Gegenwart und Zukunft Bewusstsein schaffen soll.

Schreibwerkstatt

Heideggers's Valley or Techne & the 3 Fools

12/12/21

-

31/1/22

MIttwochs / Freitags 16:00-18:00 Uhr

Gerne möchten wir euch dazu einladen gemeinsam über das Schreiben über neue Kunst nachzudenken und es zugleich am Beispiel der jeweiligen Ausstellungen im DELPHI_space/gvbk zu üben.

Uns geht es um den Austausch zwischen Menschen mit unterschiedlichen Interessensschwerpunkten, die sich neuer Kunst durch das Schreiben annähern möchten. Dabei verfolgen wir das Ziel, Kenntnisse miteinander zu teilen und neue Zugänge und Ausdrucksformen beim Schreiben über neue Kunst zufinden. Mit der Schreibwerkstatt wollen wir Schreibblockaden sowie Unsicherheiten im Umgang mit neuer Kunst gemeinsam überwinden und das spielerische Interesse am Schreiben abseits von Bewertungsrahmen in den Vordergrund rücken.

Hinweise zur Veranstaltung:

Bismarckallee 18-20 | 79098 Freiburg
Mittwochs / Freitags von 16 bis 18 Uhr


Der Zutritt erfolgt nach der 2G-Plus Regel des Landes Baden-Württemberg. Aktuelle Informationen findet ihr hier. Somit müssen Gäste sowohl einen Impf- oder Genesenennachweis (Sars-Cov 2), wie auch einen tagesaktuellen, negativen PCR- oder Antigenschnelltest an der Eingangskontrolle vorweisen. Der Test muss in einem zertifizierten Testzentrum erfolgt sein. Selbsttests ermöglichen keinen Zugang. Wer geboostert ist oder wessen Vollimmunisierung nicht länger als 3 Monate zurück liegt, ist von der Testpflicht bei 2G-Plus befreit. Zur Kontaktdatenerfassung gibt es sowohl QR-Codes zum Einchecken per Corona-Warn oder Luca-App, wie auch Erfassungsbögen auf Papier.

Im Innenraum besteht Maskenpflicht (FFP-2 Maske). Wir behalten es uns vor, den Zugang bei zu großem Personenaufkommen zu stoppen.

Anmeldung erforderlich unter: anmeldung@delphi-space.com

Die Schnelllebigkeit des modernen Zeitalters und die damit einhergehende Undurchsichtigkeit der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen verstärken die Kontraste unserer Lebensweisen. Wie dabei äußere Einflüsse auf uns wirken und unsere Positionierung stetig verfestigen oder verändern, bleibt oft unverständlich und unbemerkbar. Die Sprache als Kommunikationsmedium wirkt in diesem Zusammenhang subtil auf uns ein. Sie birgt Entwicklungen und Traditionen in sich und ist ein unterschwelliges Mittel der Einflussnahme, was in ihrem alltäglichen Gebrauch nicht immer offensichtlich ist.
Das zentrale Element der Präsentation von Elisa Jule Braun und Moritz Stumm, die Video-Installation HEIDEGGER’S VALLEY OR TECHNE & THE 3 FOOLS, greift dieses Spannungsfeld auf.

Im Video treffen der „dreiköpfige Höllen-CEO“ und die von ihm erschaffene KI „Techne“ bei dem Vorhaben, ein neues Silicon Valley in der Kleinstadt Meßkirch entstehen zu lassen, auf schwäbische Narren und den wiedergeborenen Philosophie-Bot „Hightekker“. In dieser skurrilen Situation stehen sich Tradition als Vergangenheitsform und Zukunft als Glaube an technologischen Fortschritt gegenüber und versuchen miteinander zu kommunizieren. Es entsteht eine humoristisch erzählte Geschichte um Sprache und ihre Eigenschaft, zugleich verbindendes und trennendes Element zu sein. Zwischen Realität und Fiktion wird ersichtlich, wie durch Sprache Denkweisen vermittelt sowie bewahrt werden und sich somit Machtstrukturen manifestieren können.

Die Objekte und installativen Arbeiten im Raum greifen Elemente des Videos auf. Sie ergänzen und vertiefen die künstlerische Auseinandersetzung mit der Thematik. Dabei versuchen beide Künstler*innen auf humorvolle Art die komplexen und kontroversen Dynamiken unserer Gesellschaft aufzuzeigen, ohne dabei eindeutig Partei zu ergreifen. Das fortlaufende Projekt dient dementsprechend als ein Raum für Reflexion, der in Hinblick auf unsere Geschichte, Gegenwart und Zukunft Bewusstsein schaffen soll.

Cinema gvbk

Heideggers's Valley or Techne & the 3 Fools

9/12/21

-

31/1/22

FILMSCREENING

Donnerstags 20:00 Uhr

In Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Kino Freiburg (KOKI) suchen wir gemeinsam nach den spannensten Filmen aus unseren Netzwerken.
Jeden Donnerstag werden ab 20:00 Uhr aus den unterschiedlichsten Zeiten und Genres Filme gezeigt. Dazu laden wir je nach Möglichkeit die filmschaffenden Künstler*innen zu Filmgesprächen ein.
Unser Fokus liegt hierbei auf dokumentarischen, experimentellen und Kurzfilm Formaten.

Die Veranstaltungen sind kostenlos.

Hinweise zur Filmvorführung:

Bismarckallee 18-20 | 79098 Freiburg
Donnerstag ab 20:00 Uhr


Der Zutritt erfolgt nach der 2G-Plus Regel des Landes Baden-Württemberg. Aktuelle Informationen findet ihr hier. Somit müssen Gäste sowohl einen Impf- oder Genesenennachweis (Sars-Cov 2), wie auch einen tagesaktuellen, negativen PCR- oder Antigenschnelltest an der Eingangskontrolle vorweisen. Der Test muss in einem zertifizierten Testzentrum erfolgt sein. Selbsttests ermöglichen keinen Zugang. Wer geboostert ist oder wessen Vollimmunisierung nicht länger als 3 Monate zurück liegt, ist von der Testpflicht bei 2G-Plus befreit. Zur Kontaktdatenerfassung gibt es sowohl QR-Codes zum Einchecken per Corona-Warn oder Luca-App, wie auch Erfassungsbögen auf Papier.

Im Innenraum besteht Maskenpflicht (FFP-2 Maske). Wir behalten es uns vor, den Zugang bei zu großem Personenaufkommen zu stoppen.

Kostenlose Anmeldung erforderlich unter: https://www.eventbrite.de/e/cinemagvbk-filmscreening-tickets-253005625637



#SCREENING 8
Donnerstag, 27.01.2022, 20:00 Uhr

ZIGEUNER SEIN Schweden 1970 / Regie: Peter Nestler / 47 min / OmU

In ihrer Sprache heißt Roma einfach Menschen. Der Film lässt diese Menschen davon sprechen, wie sie verhaftet und in Lager und Gefängnisse gesteckt werden, dass 90 Prozent ihrer Familien in den Lagern bleiben. Sie sprechen mit burgenländischem, bayrischem, sächsischem Akzent; sie leben in trostlosen Baracken an den Stadträndern, zu zehnt in einem Zimmer mit feuchten Wänden. Im Winter sind die Kinder ständig krank. Peter Nestler fügt mit seiner dunklen schweren Stimme die weiteren Fakten hinzu. Auch ein Lagerangestellter kommt zu Wort, der schildert, dass das „Zigeunerlager“ in Birkenau ihm, obwohl schon mit einer “Hornhaut” versehen, doch die Sprache verschlug. Und am Ende fasst eine kluge Frau das ganze Unrecht, das diesen Menschen widerfahren ist, präzise zusammen. Nein, sie haben sich in 600 Jahren nicht assimiliert, sondern man hat sie sich nicht assimilieren lassen. Und zwar bis in die Gegenwart. Peter Nestler verwässert das weder sprachlich noch filmisch. Dieser Meilenstein des Dokumentarfilms bezeugt zum ersten Mal und in direkter Sprache die Verfolgung der Sinti und Roma am Beispiel Deutschland und Österreich.

„Die deutschen Fernsehanstalten haben sich nicht richtig getraut, ihn zu senden (außer hier in Schweden Anfang der 70-er Jahre bei SVT).“ Peter Nestler

Peter Nestler ist ein poetischer Provokateur. Jean-Marie Straub bezeichnete ihn als den wichtigsten Filmemacher im Nachkriegsdeutschland. Es ist Nestlers genaue Beobachtung, die seine Arbeiten so stark macht, ob er kulturellen Entwicklungen nachspürt, der Arbeit oder Geschichte und Erinnerung. Nestlers erste Kurzfilme sind poetisch, revolutionär in der Montage. Schnell wurde er politisch zu extrem für das deutsche Fernsehen, emigrierte nach Schweden, produzierte weitere Dokumentarfilme. Er ist bis zuletzt ein künstlerisch unangepasste Persönlichkeit geblieben. (Deutsche Kinemathek)

#SCREENING 7
Donnerstag, 20.01.2022, 20:00 Uhr

Midas oder die schwarze Leinwand, 2017, Kurzspielfilm, 15min


Richard Green, Vorstand einer Investmentgesellschaft, wird mit folgendem Vorschlag seines Aufsichtsrats konfrontiert: Um die Firma von zwielichten Affären rein zu waschen, soll Green durch einen inszenierten Selbstmord sterben. Er sucht Hilfe, doch Freunde und Familie wenden sich von ihm ab. Green entscheidet sich für den Freitod – und zögert im letzten Moment. Nach dem gleichnamigen Theaterstück von Friedrich Dürrenmatt, erschienen im Diogenes Verlag Zürich.

Das Massaker von Anröchte, 2021, Spielfilm, Deutschland, 63 min


In Anröchte findet ein Massaker statt, bei dem wahllos Menschen geköpft werden. Die zwei ermittelnden Kommissare Konka und Walter entdecken beim Aufklären des Falls die Schattenseiten der Kleinstadt.

Hannah Dörr (*1990 in Berlin ) ist deutsche Regisseurin, Produzentin und Videokünstlerin für Theater.

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#SCREENING 6
Donnerstag, 13.01.2022, 20:00 Uhr

Brigitte Reimann besteigt den Mont Ventoux (2021, 68 Min.)
Ein Spielfilm von Jan Koslowski und Marlene Kolatschny

Jan Koslowski und Marlene Kolatschny sind vor Ort, reden über ihren Film und erzählen über ihre Praxis als Theatermacher*innen.

Einen Berg erklimmt man am besten zu zweit. Erst recht einen so windigen! Doch die ideale Begleitung zu finden, das wusste Francesco Petrarca schon 1336, kann sich durchaus als knifflig erweisen. Keiner der guten Freunde erscheint ihm so richtig geeignet: »Der eine ist mir zu träge, der andere zu lebhaft, der ist zu langsam, der zu hastig, der zu trübsinnig, der zu lustig, der hat weniger, und der hat mehr Verstand als mir lieb ist.« Vielleicht lässt man es dann doch darauf ankommen und wartet ab, wen der Zufall noch auf den Gipfel treibt? Bei guten Luftverhältnissen trifft man so auf andere kühne Spezialistinnen des Ankommens, die eine persönliche Rückschau und Sinnsuche bereichern anstatt sie zu stören, denn — jetzt bitte festhalten und nicht umpusten lassen — auch Brigitte Reimann besteigt den Mont Ventoux!
Ausgehend von Petrarcas Bericht seiner Gebirgsbesteigung aus dem 14. Jahrhundert, gekürt zur »Geburtsstunde des Alpinismus«, sowie dem Werk Brigitte Reimanns, die das in der DDR gewachsene Genre der Ankunftsliteratur entscheidend prägte, lädt der größtenteils im Theater entstandene Film ein zu einer Auseinandersetzung mit der Idee der Klimax, der Zäsur, der Um- und Neuorientierung. Das ungleiche Schriftsteller:innenpaar schreibt sich ein in eine Berggeschichte zwischen provenzalischer Natur und sozialistischem Produktionsalltag, zwischen Anfang und Ende, Ankunft und Abschied, immer konfrontiert mit den Fragen: Wo stehe ich? Wofür arbeite ich? Und wie sollte er sein, der Blick auf die Wirklichkeit?

Jan Koslowski, aufgewachsen in  Prenzlauer Berg, arbeitet als Autor, Regisseur und Schauspieler. Seine Arbeiten wurden u.a. gezeigt am Staatsschauspiel Stuttgart, Schauspiel Magdeburg, Connecting Space Hong Kong, Volkstheater Rostock und der Volksbühne Berlin, am Schauspielhaus Graz sowie Schauspiel Frankfurt und ist Teil der künstlerischen Leitung des Zürcher Hyperlokals, des Wanderbühnenprojekts STAGE sowie der Festspiele am Plötzensee. Er liebt und lebt in Berlin und Marseille.

Marlene Kolatschny, geboren und aufgewachsen in Berlin, studierte Kulturwissenschaft und Deutsche Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin, am Goldsmiths College in London sowie an der Università La Sapienza in Rom. Als Autorin und Dramaturgin arbeitete sie zuletzt am Jugendtheater P14 der Volksbühne Berlin, im Rahmen der Masterclass der Ruhrtriennale, am Meyerhold-Theater Moskau, Gare du Nord Basel sowie am LAC (Lugano Arte e Cultura).
Die beiden verbindet eine langjährige Freundschaft und Zusammenarbeit. Zahlreiche Theaterprojekte in verschieden Konstellationen führen sie regelmäßig ans Ballhaus Ost.

#SCREENING 5
Donnerstag, 06.01.2022, 20:00 Uhr

Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien, Dokumentarfilm, Deutschland, 124 min
Ein Dokumentarfilm von Bettina Böhler

Über mehrere Jahrzehnte hinweg hat Christoph Schlingensief ein künstlerisches Werk geschaffen, das in seiner Art und Wirkung unvergleichbar ist – Ein Film über den 2010 mit 49 Jahren verstorbenen Film-, Theaterregisseur und Aktionskünstler und der erste Versuch, diesen in seiner ganzen Bandbreite zu dokumentieren. Der Regiesseurin Bettina Böhler wurde dafür der Bayerische Filmpreis 2020 für den besten Dokumentarfilm verliehen.

„Ausschließlich Archivmaterial enthält dieser Dokumentarfilm, und der verstorbene Protagonist selbst ist der Erzähler. Da bleibt zu befürchten, dass diese Ausgangslage für einen Kino Dokumentarfilm nicht ausreichend sein kann! Doch die erste Regiearbeit der preisgekrönten Editorin Bettina Böhler beweist das Gegenteil: Ihr geschickt montierter Film aus schier unerschöpflichen Archivquellen, inklusive vieler privater Aufnahmen aus Schlingensiefs Kindertagen und aus seinen Werken, verleihen dem Film „Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien“ eine Kraft, die uns die Ausnahmeerscheinung dieses Theater- und Filmkünstlers schonungslos offenbart. Oder wie es ein Kritiker treffend beschreibt: ,Böhlers Film ist sozusagen radikal demütig‘. Dabei konzentriert sich Bettina Böhler auf Christoph Schlingensiefs Auseinandersetzung mit Deutschland, vor allen Dingen mit seiner Heimat, und Kernthemen wie Rassismus, Nationalsozialismus und Antisemitismus. Wie sie Christoph Schlingensiefs Beschäftigung bereits vor 20, 30 Jahren mit diesen Themen herausdestilliert und ihn uns Zuschauern als filmischer Spiegel eines Fragenden und Provozierenden gegenüberstellt, verleiht dem Film, zehn Jahre nach Christoph Schlingensiefs viel zu frühem Tod, eine erstaunliche und schmerzliche Aktualität. Unvergessen seine kreative, originelle Sprengkraft an Ideen und sein wunderbarer, schlagfertiger und oftmals überraschender Humor. Der Film macht mehr als deutlich: Hier fehlt eine wichtige künstlerische Stimme!“ (Auszug aus der Jurybegründung des Bayerischen Filmpreises 2020)

#SCREENING 4
Donnerstag, 30.12.2021

Diese süße Wiese, 2018, Dokumentarfilm, Deutschland / Marokko, 71 min
Ein Dokumentarfilm von Jasmin Preiß

Begegnungen mit dem Künstler Karim Aouaj El Kasmi: Sein Wunsch, sich von den Beschränkungen des Alltags zu befreien, manifestiert sich in einer exzessiven Suche nach einem selbstbestimmten Leben außerhalb der Norm.

Jasmin Preiß porträtiert Karim Aouaj El Kasmi, einen Freund und Künstlerkollegen, auf der exzessiven Suche nach einem selbstbestimmten Dasein, folgt ihm bedingungslos an die Ränder seiner prekären Existenz und registriert die Differenz zwischen Realität und Vorstellung, unterschiedlichen Geographien und möglichen Identitäten ohne Urteil. So ist ein Portrait über einen Freund entstanden, der ein Leben behauptet, das in einer scheinbar pragmatischen, auf Vernunft gebauten Welt keinen Halt findet, in dem eins zum anderen kommt und kleinere Versäumnisse zu unüberwindbaren Hindernissen werden. Eine Geschichte über die Suche nach dem Glück, über Kontrollverlust und Extase und über eine psychische Vulnerabilität, die sich nicht sofort zu erkennen gibt. Die Nähe zu ihrem Protagonisten sowie seine Offenheit gegenüber der Kamera erlauben einen Blick auf die kleinen Differenzen zwischen ihm und seiner Umgebung, den Freunden, den Ämtern und der Familie, die trotz ihrer scheinbaren Marginalität unüberwindbar werden und eine Tragödie ankündigen, die eigentlich vermeidbar scheint.

Der Film wurde auf dem 35. Kasseler Dokfest mit dem Goldenen Schlüssel ausgezeichnet.

Im Anschluss folgt ein Gespräch mit der Künstlerin Jasmin Preiß.



#SCREENING 3 / HOME SCREENING
Donnerstag, 23.12.2021

PLASTIC PLANET, 2009, Video, color, 16:9, 01:35:04 min

Ein Dokumentarfilm von Werner Boote

Plastik ist aus dem heutigem Leben nicht mehr wegzudenken. Doch welche Risiken gehen von diesem Material aus? Regisseur Werner Boote lenkt den Fokus auf eine Welt, in der Plastik allgegenwärtig ist und damit problematisch für die Umwelt, Mensch und Tier.                

Einen Tag vor Weihnachten findet - auch in Anbetracht der aktuellen Lage - kein CINEMA gvbk statt. Als kleinen Ersatz möchten wir euch aber die Möglichkeit geben, vor Weihnachten oder über die Feiertage zuhause einen interessanten Dokumentarfilm zu sehen.

Weihnachten ist ein Fest der Besinnlichkeit. Heute ist es aber darüber hinaus vor allem ein Fest des Konsums. In den Tagen vor Heiligabend sind die Innenstädte berstend voll mit spätentschlossenen Geschenkekäufer*innen. Dass dabei Berge von Müll und vor allem Plastik entstehen, scheint angesichts der Vorfreude sekundär. Der Dokumentarfilm Plastic Planet von Werner Boote beleuchtet das gefährliche Material, des seit letztem Jahrhundert nicht mehr aus unserem alltäglichen Leben wegzudenken ist.

Mit dem Hinweis auf diesen Film möchten wir natürlich kein schlechtes Gewissen auf den Weg in die Feiertage mitgeben. Vielleicht aber ein Bewusstsein dafür schärfen, dass Langlebiges und Zeit mit lieben Menschen immer die schöneren Geschenke sind.



"Nach der Stein-, der Bronze- und der Eisenzeit haben wir jetzt die Plastikzeit" - mit diesem Zitat beginnt eine Reise des österreichischen Regisseurs Werner Boote von den 1960er-Jahren, als Plastik immer mehr verbreitet wurde, bis in die heutige Zeit. Heute sind wir von Plastik umgeben. Doch nicht nur über die gesundheitlichen Risiken, die von Plastik, insbesondere den "Weichmachern", ausgehen, sondern auch über die Umweltbelastungen des Synthetikprodukts klärt Boote auf.

Hier geht es zum FILM






#SCREENING 2
Donnerstag, 16.12.2021

GERMANY ILU OLOKIKI, 2013, Dokumentarfilm, Full HD, color, 16:9, 09:38 min

"Man wird älter, man merkt, dass man älter wird. Aber man hat auch das Gefühl, die Zeit steht still."GERMANY ILU OLOKIKI / Deutschland, ein berühmtes Land; entstand in Kooperation mit in Sachsen-Anhalt lebenden Menschen und lenkt den Blick auf einen nur schwer zu fassenden Alltag im Abseits unserer Gesellschaft.

»You’re getting older. You really feel that you’re getting older. But at the same time it feels like the time stands still.« Germany ilu olokiki, Germany – a blessed country, was made in cooperation with people in Saxony-Anhalt. It provides an insight into their everyday lifes within the peripherie of our society.







#SCREENING 1
Donnerstag, 09.12.2021

WHITE, 2017 Film takes -2020 Final, Full HD, color, 16:9, 17:53min

WHITE untersucht real/virtuelle Vorstellungen: Ein Operator generiert eine Frau aus Männer Fantasien von Medienbildern. Die Odyssee verschiebt sich in die Realität, die Figur oszilliert zwischen kontrolliertem/selbstbestimmtem Handeln und realem/Fantasie Dasein. Plötzlich erscheint eine Intrigantin in Schwarz im Set: selbst auf der Suche nach ihrer wahren Bestimmung zu sein. Der Operator lässt White neu erstehen: Naturgewalt ist Spiegel ihrer Begegnung.
(Drehort: Carrara/Italien)



ASTROBLACK, 2019, full HD, color, 16:9, 17.49min

Eine aus ihrer Galaxie geflohene ASTROBLACK wird von einem darum auf ihre Spur gesandten Commander PLATINO verfolgt. Da sie sich nur bei Vollmond treffen können, beginnt eine Odyssee durch wüste Landschaft, bis in eine moderne Großstadt, dem Ort der finalen Begegnung. Die Jagd passiert in minimalistischen Aktionen, ohne Worte und wird unterstützt von den Verlauf bestimmenden Kamerafahrten und einem immersiv dazu komponierten Sounddesign. Damit bleibt dem Betrachter offen, seinen eigenen Film aus dem Repertoire bekannter Verfolgungsfilme zugenerieren und die Geschichte frei zu setzen.
(Drehort: Lanzarote/Spanien-London/UK)

7 MOMENTS OF OBLIVION, 2020/21, full HD, color, 16:9, 29:42min

7 MOMENTS OF OBLIVION erforscht Erinnerung und Vergegenwärtigung von Zeit in einem fließenden Verlauf: Eine Frau lebt in einem Dorf in der Poebene. Dieses „Ende der Welt“ ist die Bühne, um einer (selbstgewählten) Isolation im Alter das Phänomen einer verklärten Erinnerung entgegenzusetzen. Sie lebt in einer melancholischen Entschleunigung ihrer glamourösen Vorstellungen: Plötzlich fährt ein Mann -ohne sie zu bemerken- vorbei, den sie jedoch zu erkennen scheint. Ihre Reise ins Déjà-vu beginnt mit einem zelebrierten Reigen: Durch ihre kostbar aufbewahrten Kleidungsstücke von einst lässt sie flüchtige Augenblicke auferstehen, findet damit zu brisanten Momenten ihrer Vergangenheit zurück – als eines Tages ein Fremder sie in ihrer Wohnung erwartet...



art vs film mit anschließendem Künstlergespräch: Cristina Ohlmer und Stefan Reisinger


STATEMENT art vs film „Die Produktionen laufen unter dem 2020 gegründeten Label art vs film (Cristina Ohlmer vs Stefan Reisinger). Die Auseinandersetzung erfolgt aus der Sicht der Kunst und des Films, um sie nach ihren professionellen Maßstäben zu kombinieren. Die Filme haben experimentellen, surrealen Charakter.
Das Thema wird performativ und ohne Dialoge entwickelt, Kostüm und Inszenierung unterstreichen die Handlung durch transformativ künstlerische Abstraktion des Realen. Die Geschichten erforschen Emotion und Bedeutung des Real/Virtuellen und wie sie mit den Bildern zusammenhängen, die in unserem Gedächtnis/in unserer Sozialisierung eingeprägt sind. Indem wir uns auf die Kraft der Bilder verlassen, können wir die Wahrnehmung im Zusammenspiel von Überraschung und Irritation beeinflussen. Entsprechend entwickelt sich die Handlung in Offenheit, für den "Film im Kopf" eines jeden von uns. Minimalistische Aktionen schaffen mit einem spezifischen Sounddesign einen Assoziationsfluss für universelle Fantasien. Wir sind Produzent, Performer, Bühne, Lichtdesigner, Kameramann, Schnitt, Sound Design in eigener Sache.“


Die Schnelllebigkeit des modernen Zeitalters und die damit einhergehende Undurchsichtigkeit der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen verstärken die Kontraste unserer Lebensweisen. Wie dabei äußere Einflüsse auf uns wirken und unsere Positionierung stetig verfestigen oder verändern, bleibt oft unverständlich und unbemerkbar. Die Sprache als Kommunikationsmedium wirkt in diesem Zusammenhang subtil auf uns ein. Sie birgt Entwicklungen und Traditionen in sich und ist ein unterschwelliges Mittel der Einflussnahme, was in ihrem alltäglichen Gebrauch nicht immer offensichtlich ist.
Das zentrale Element der Präsentation von Elisa Jule Braun und Moritz Stumm, die Video-Installation HEIDEGGER’S VALLEY OR TECHNE & THE 3 FOOLS, greift dieses Spannungsfeld auf.

Im Video treffen der „dreiköpfige Höllen-CEO“ und die von ihm erschaffene KI „Techne“ bei dem Vorhaben, ein neues Silicon Valley in der Kleinstadt Meßkirch entstehen zu lassen, auf schwäbische Narren und den wiedergeborenen Philosophie-Bot „Hightekker“. In dieser skurrilen Situation stehen sich Tradition als Vergangenheitsform und Zukunft als Glaube an technologischen Fortschritt gegenüber und versuchen miteinander zu kommunizieren. Es entsteht eine humoristisch erzählte Geschichte um Sprache und ihre Eigenschaft, zugleich verbindendes und trennendes Element zu sein. Zwischen Realität und Fiktion wird ersichtlich, wie durch Sprache Denkweisen vermittelt sowie bewahrt werden und sich somit Machtstrukturen manifestieren können.

Die Objekte und installativen Arbeiten im Raum greifen Elemente des Videos auf. Sie ergänzen und vertiefen die künstlerische Auseinandersetzung mit der Thematik. Dabei versuchen beide Künstler*innen auf humorvolle Art die komplexen und kontroversen Dynamiken unserer Gesellschaft aufzuzeigen, ohne dabei eindeutig Partei zu ergreifen. Das fortlaufende Projekt dient dementsprechend als ein Raum für Reflexion, der in Hinblick auf unsere Geschichte, Gegenwart und Zukunft Bewusstsein schaffen soll.

DOWN BY THE RIVER

Heideggers's Valley or Techne & the 3 Fools

27/11/21

-

12/12/21

Group exhibition

MI.-SO. 18:00-20:00 Uhr

Artists:

Sarah Degenhardt, Zoé Grel, Elias Klein, Sarai Rose Duke, Bernd Seegebrecht, Marilola Wili, Ilya Zaharov, Janis Zeckai

Zur Eröffnung des gvbk präsentieren wir die Gruppenausstellung „Down by the River“ und positionieren uns damit zu unserer geographischen Lage. Den Rhein als verbindendes Element verstehen wir als fluides Moment, als immer voranschreitenden Strom, der nicht trennt, sondern vielmehr Gemeinsamkeiten und Potentiale hervorbringt. Dadurch wird auch der metaphorische Brückenschlag als Grundidee des DELPHI_space auf den neuen Ort gvbk übertragen.


Acht Künstler*innen aus Freiburg, Karlsruhe, Strasbourg, Basel und Mulhouse wurden von uns eingeladen, in einen grenzüberschreitenden und generationsübergreifenden Austausch zu treten, wobei die Verbundenheit der einzelnen Positionen hervorgehoben wird.
Die Ausstellung bietet im Sinne des Schaufensters einen exemplarischen Einblick in die Produktion und Entwicklung zeitgenössischer Kunst entlang des Oberrheins.

Hinweise zur Ausstellung:

Finissage: So. 12.12.2021, 18 Uhr

Die Finissage wird am Sonntag ab 19:00 Uhr von einem Konzert der Jazzcombo AERIE (http://aerie-band.com/en/) eingeleitet. Dazu werden Getränke von Jander an der “Mother Lover Jazzbar” gereicht. Der Einlass ist ab 18:00 Uhr


Bismarckallee 18-20 | 79098 Freiburg
Öffnungszeiten Mi.-So. von 18:00 bis 20:00 Uhr

Der Zutritt erfolgt nach der 2G-Plus Regel des Landes Baden-Württemberg. Aktuelle Informationen findet ihr hier. Somit müssen Gäste sowohl einen Impf- oder Genesenennachweis (Sars-Cov 2), wie auch einen tagesaktuellen, negativen PCR- oder Antigenschnelltest an der Eingangskontrolle vorweisen. Der Test muss in einem zertifizierten Testzentrum erfolgt sein. Selbsttests ermöglichen keinen Zugang. Wer geboostert ist oder wessen Vollimmunisierung nicht länger als 6 Monate zurück liegt, ist von der Testpflicht bei 2G-Plus befreit. Zur Kontaktdatenerfassung gibt es sowohl QR-Codes zum Einchecken per Corona-Warn oder Luca-App, wie auch Erfassungsbögen auf Papier.

Im Innenraum besteht Maskenpflicht (Medizinische oder FFP-2 Maske). Wir behalten es uns vor, den Zugang bei zu großem Personenaufkommen zu stoppen.

Die Schnelllebigkeit des modernen Zeitalters und die damit einhergehende Undurchsichtigkeit der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen verstärken die Kontraste unserer Lebensweisen. Wie dabei äußere Einflüsse auf uns wirken und unsere Positionierung stetig verfestigen oder verändern, bleibt oft unverständlich und unbemerkbar. Die Sprache als Kommunikationsmedium wirkt in diesem Zusammenhang subtil auf uns ein. Sie birgt Entwicklungen und Traditionen in sich und ist ein unterschwelliges Mittel der Einflussnahme, was in ihrem alltäglichen Gebrauch nicht immer offensichtlich ist.
Das zentrale Element der Präsentation von Elisa Jule Braun und Moritz Stumm, die Video-Installation HEIDEGGER’S VALLEY OR TECHNE & THE 3 FOOLS, greift dieses Spannungsfeld auf.

Im Video treffen der „dreiköpfige Höllen-CEO“ und die von ihm erschaffene KI „Techne“ bei dem Vorhaben, ein neues Silicon Valley in der Kleinstadt Meßkirch entstehen zu lassen, auf schwäbische Narren und den wiedergeborenen Philosophie-Bot „Hightekker“. In dieser skurrilen Situation stehen sich Tradition als Vergangenheitsform und Zukunft als Glaube an technologischen Fortschritt gegenüber und versuchen miteinander zu kommunizieren. Es entsteht eine humoristisch erzählte Geschichte um Sprache und ihre Eigenschaft, zugleich verbindendes und trennendes Element zu sein. Zwischen Realität und Fiktion wird ersichtlich, wie durch Sprache Denkweisen vermittelt sowie bewahrt werden und sich somit Machtstrukturen manifestieren können.

Die Objekte und installativen Arbeiten im Raum greifen Elemente des Videos auf. Sie ergänzen und vertiefen die künstlerische Auseinandersetzung mit der Thematik. Dabei versuchen beide Künstler*innen auf humorvolle Art die komplexen und kontroversen Dynamiken unserer Gesellschaft aufzuzeigen, ohne dabei eindeutig Partei zu ergreifen. Das fortlaufende Projekt dient dementsprechend als ein Raum für Reflexion, der in Hinblick auf unsere Geschichte, Gegenwart und Zukunft Bewusstsein schaffen soll.