AUF:GABE

Heideggers's Valley or Techne & the 3 Fools

20/2/2020

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28/2/2020

Groupexhibition with Paul Ahl, Danesh Ashouri, Gabriel Goller, Lola Göller, Julia Klockow, Kanta Kimura, Marja Marlene Lechner, Michael Lüth, Hassina Taalbi

Vernissage: 20/02/2020 - 18:00-22:00

Open: 21/02/2020 - 27/02/2020 - upon request

Finissage: 28/02/2021 - 18:00 -22:00

Was passiert, wenn wir auf eine neue Aufgabe stoßen und was steckt überhaupt in dem Wort Aufgabe? Jeder kennt alltägliche Aufgaben. Immer verlangen sie zumindest vorübergehend nach der Aufgabe anderer Tätigkeiten, Gewohnheiten oder Strukturen. Man verlässt Altes, um Neues zu entdecken.

Eine neue Aufgabe bedeutet keineswegs das vollkommene Aufgeben, das Ersetzen des vorher Dagewesenen. Nach dem Überqueren eines Hindernisses wird das Neue immer auch mit Hilfe alter Mechanismen angegangen, das heisst wir benutzen Bekanntes, um neue Aufgaben zu bewältigen. Gleichzeitig bietet sich im Neuen - vielleicht sogar besser als anderswo - die Chance, ungewolltes Altes hinter sich zu lassen. Haben wir bei jeder Aufgabe die Möglichkeit zu entscheiden, was wir mitnehmen und was nicht?

Die Schnelllebigkeit des modernen Zeitalters und die damit einhergehende Undurchsichtigkeit der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen verstärken die Kontraste unserer Lebensweisen. Wie dabei äußere Einflüsse auf uns wirken und unsere Positionierung stetig verfestigen oder verändern, bleibt oft unverständlich und unbemerkbar. Die Sprache als Kommunikationsmedium wirkt in diesem Zusammenhang subtil auf uns ein. Sie birgt Entwicklungen und Traditionen in sich und ist ein unterschwelliges Mittel der Einflussnahme, was in ihrem alltäglichen Gebrauch nicht immer offensichtlich ist.
Das zentrale Element der Präsentation von Elisa Jule Braun und Moritz Stumm, die Video-Installation HEIDEGGER’S VALLEY OR TECHNE & THE 3 FOOLS, greift dieses Spannungsfeld auf.

Im Video treffen der „dreiköpfige Höllen-CEO“ und die von ihm erschaffene KI „Techne“ bei dem Vorhaben, ein neues Silicon Valley in der Kleinstadt Meßkirch entstehen zu lassen, auf schwäbische Narren und den wiedergeborenen Philosophie-Bot „Hightekker“. In dieser skurrilen Situation stehen sich Tradition als Vergangenheitsform und Zukunft als Glaube an technologischen Fortschritt gegenüber und versuchen miteinander zu kommunizieren. Es entsteht eine humoristisch erzählte Geschichte um Sprache und ihre Eigenschaft, zugleich verbindendes und trennendes Element zu sein. Zwischen Realität und Fiktion wird ersichtlich, wie durch Sprache Denkweisen vermittelt sowie bewahrt werden und sich somit Machtstrukturen manifestieren können.

Die Objekte und installativen Arbeiten im Raum greifen Elemente des Videos auf. Sie ergänzen und vertiefen die künstlerische Auseinandersetzung mit der Thematik. Dabei versuchen beide Künstler*innen auf humorvolle Art die komplexen und kontroversen Dynamiken unserer Gesellschaft aufzuzeigen, ohne dabei eindeutig Partei zu ergreifen. Das fortlaufende Projekt dient dementsprechend als ein Raum für Reflexion, der in Hinblick auf unsere Geschichte, Gegenwart und Zukunft Bewusstsein schaffen soll.

Die Schnelllebigkeit des modernen Zeitalters und die damit einhergehende Undurchsichtigkeit der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen verstärken die Kontraste unserer Lebensweisen. Wie dabei äußere Einflüsse auf uns wirken und unsere Positionierung stetig verfestigen oder verändern, bleibt oft unverständlich und unbemerkbar. Die Sprache als Kommunikationsmedium wirkt in diesem Zusammenhang subtil auf uns ein. Sie birgt Entwicklungen und Traditionen in sich und ist ein unterschwelliges Mittel der Einflussnahme, was in ihrem alltäglichen Gebrauch nicht immer offensichtlich ist.
Das zentrale Element der Präsentation von Elisa Jule Braun und Moritz Stumm, die Video-Installation HEIDEGGER’S VALLEY OR TECHNE & THE 3 FOOLS, greift dieses Spannungsfeld auf.

Im Video treffen der „dreiköpfige Höllen-CEO“ und die von ihm erschaffene KI „Techne“ bei dem Vorhaben, ein neues Silicon Valley in der Kleinstadt Meßkirch entstehen zu lassen, auf schwäbische Narren und den wiedergeborenen Philosophie-Bot „Hightekker“. In dieser skurrilen Situation stehen sich Tradition als Vergangenheitsform und Zukunft als Glaube an technologischen Fortschritt gegenüber und versuchen miteinander zu kommunizieren. Es entsteht eine humoristisch erzählte Geschichte um Sprache und ihre Eigenschaft, zugleich verbindendes und trennendes Element zu sein. Zwischen Realität und Fiktion wird ersichtlich, wie durch Sprache Denkweisen vermittelt sowie bewahrt werden und sich somit Machtstrukturen manifestieren können.

Die Objekte und installativen Arbeiten im Raum greifen Elemente des Videos auf. Sie ergänzen und vertiefen die künstlerische Auseinandersetzung mit der Thematik. Dabei versuchen beide Künstler*innen auf humorvolle Art die komplexen und kontroversen Dynamiken unserer Gesellschaft aufzuzeigen, ohne dabei eindeutig Partei zu ergreifen. Das fortlaufende Projekt dient dementsprechend als ein Raum für Reflexion, der in Hinblick auf unsere Geschichte, Gegenwart und Zukunft Bewusstsein schaffen soll.

Vernissage: 20/02/2020 - 18:00-22:00

Open: 21/02/2020 - 27/02/2020 - upon request

Finissage: 28/02/2021 - 18:00 -22:00

Was passiert, wenn wir auf eine neue Aufgabe stoßen und was steckt überhaupt in dem Wort Aufgabe? Jeder kennt alltägliche Aufgaben. Immer verlangen sie zumindest vorübergehend nach der Aufgabe anderer Tätigkeiten, Gewohnheiten oder Strukturen. Man verlässt Altes, um Neues zu entdecken.

Eine neue Aufgabe bedeutet keineswegs das vollkommene Aufgeben, das Ersetzen des vorher Dagewesenen. Nach dem Überqueren eines Hindernisses wird das Neue immer auch mit Hilfe alter Mechanismen angegangen, das heisst wir benutzen Bekanntes, um neue Aufgaben zu bewältigen. Gleichzeitig bietet sich im Neuen - vielleicht sogar besser als anderswo - die Chance, ungewolltes Altes hinter sich zu lassen. Haben wir bei jeder Aufgabe die Möglichkeit zu entscheiden, was wir mitnehmen und was nicht?

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Valentin Fischer