BIENNALE FÜR FREIBURG

Heideggers's Valley or Techne & the 3 Fools

9/9/2021

-

3/10/2021

Exhibition by Rahima Gambo - Nest-Works and Wander-Lines

Vernissage: 09/09/2021 - 12:00-22:00

Open: 10/09/2021 - 03/10/2021 - Thu 12:00-20:00
Fri-Sun 12:00-18:00

Finissage: 03/10/2021 - 12:00-18:00

Rahima Gambo erkundet mit ihrer Installation NEST-­­WORKS AND WANDER-­­­LINES Strukturen nonverbaler und nicht-­­linearer Erzählungen, indem sie Prozesse des Wanderns und der Bricolage nachahmt, die Pfade und Nestbauaktivitäten von Vögeln, Kuhherden und Termiten widerspiegeln. Nonverbale Kommunikationsmittel wie Bewegungen, Symbole, Zeichen, Gesten, Nachspüren und Stille werden in Gambos Installation als befreiender Modus des Seins, Sehens, Sprechens und Schreibens verstanden. Das Werk reflektiert den Ursprung der Sprache und was es bedeutet, räumlich zu sehen und kollektiv als Teil eines ökologischen Systems zu kommunizieren.

Der Werktitel spiegelt den sprachlichen Stil des Experimentalpädagogen Ferdinand Deligny wider, von dessen Schriften und Theorien sich Gambo inspirieren ließ.

Der Installation ging ein mehrtägiger WALK-WORKSHOP Anfang September voraus, in dem die Künstlerin und Teilnehmer*innen einzeln Morgenspaziergänge unternahmen, auf denen sie Dinge und Materialien sammelten: Steine, Blätter, Sounds, Videos, Bilder, Objekte oder Texte. Eine Auswahl dieser gesammelten Objekte sind nun in die Installation NEST-­­WORKS AND WANDER-­LINES übergegangen. Dabei entsteht eine psycho-­spirituell-­­geografische Erzählung, die sowohl innerlich und äußerlich als auch spezifisch auf jene Räume reagiert, die Gambo und die Teilnehmer*innen beschreiten. (AH)

RAHIMA GAMBO wurde 1986 in London, UK, geboren. Sie lebt und arbeitet in Abuja, Nigeria und London. Gambo absolvierte einen MSc in Gender und Social Policy sowie in Journalismus. Durch die eigenständige Arbeit an langformatigen transmedialen Dokumentarfilmprojekten entwickelte sie ihre künstlerische Praxis. Gambo wurde 2020 zum Foam Talent ernannt und war unter den Preisträger*innen des CAP-Preises 2020.  

Die Schnelllebigkeit des modernen Zeitalters und die damit einhergehende Undurchsichtigkeit der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen verstärken die Kontraste unserer Lebensweisen. Wie dabei äußere Einflüsse auf uns wirken und unsere Positionierung stetig verfestigen oder verändern, bleibt oft unverständlich und unbemerkbar. Die Sprache als Kommunikationsmedium wirkt in diesem Zusammenhang subtil auf uns ein. Sie birgt Entwicklungen und Traditionen in sich und ist ein unterschwelliges Mittel der Einflussnahme, was in ihrem alltäglichen Gebrauch nicht immer offensichtlich ist.
Das zentrale Element der Präsentation von Elisa Jule Braun und Moritz Stumm, die Video-Installation HEIDEGGER’S VALLEY OR TECHNE & THE 3 FOOLS, greift dieses Spannungsfeld auf.

Im Video treffen der „dreiköpfige Höllen-CEO“ und die von ihm erschaffene KI „Techne“ bei dem Vorhaben, ein neues Silicon Valley in der Kleinstadt Meßkirch entstehen zu lassen, auf schwäbische Narren und den wiedergeborenen Philosophie-Bot „Hightekker“. In dieser skurrilen Situation stehen sich Tradition als Vergangenheitsform und Zukunft als Glaube an technologischen Fortschritt gegenüber und versuchen miteinander zu kommunizieren. Es entsteht eine humoristisch erzählte Geschichte um Sprache und ihre Eigenschaft, zugleich verbindendes und trennendes Element zu sein. Zwischen Realität und Fiktion wird ersichtlich, wie durch Sprache Denkweisen vermittelt sowie bewahrt werden und sich somit Machtstrukturen manifestieren können.

Die Objekte und installativen Arbeiten im Raum greifen Elemente des Videos auf. Sie ergänzen und vertiefen die künstlerische Auseinandersetzung mit der Thematik. Dabei versuchen beide Künstler*innen auf humorvolle Art die komplexen und kontroversen Dynamiken unserer Gesellschaft aufzuzeigen, ohne dabei eindeutig Partei zu ergreifen. Das fortlaufende Projekt dient dementsprechend als ein Raum für Reflexion, der in Hinblick auf unsere Geschichte, Gegenwart und Zukunft Bewusstsein schaffen soll.

Die Schnelllebigkeit des modernen Zeitalters und die damit einhergehende Undurchsichtigkeit der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen verstärken die Kontraste unserer Lebensweisen. Wie dabei äußere Einflüsse auf uns wirken und unsere Positionierung stetig verfestigen oder verändern, bleibt oft unverständlich und unbemerkbar. Die Sprache als Kommunikationsmedium wirkt in diesem Zusammenhang subtil auf uns ein. Sie birgt Entwicklungen und Traditionen in sich und ist ein unterschwelliges Mittel der Einflussnahme, was in ihrem alltäglichen Gebrauch nicht immer offensichtlich ist.
Das zentrale Element der Präsentation von Elisa Jule Braun und Moritz Stumm, die Video-Installation HEIDEGGER’S VALLEY OR TECHNE & THE 3 FOOLS, greift dieses Spannungsfeld auf.

Im Video treffen der „dreiköpfige Höllen-CEO“ und die von ihm erschaffene KI „Techne“ bei dem Vorhaben, ein neues Silicon Valley in der Kleinstadt Meßkirch entstehen zu lassen, auf schwäbische Narren und den wiedergeborenen Philosophie-Bot „Hightekker“. In dieser skurrilen Situation stehen sich Tradition als Vergangenheitsform und Zukunft als Glaube an technologischen Fortschritt gegenüber und versuchen miteinander zu kommunizieren. Es entsteht eine humoristisch erzählte Geschichte um Sprache und ihre Eigenschaft, zugleich verbindendes und trennendes Element zu sein. Zwischen Realität und Fiktion wird ersichtlich, wie durch Sprache Denkweisen vermittelt sowie bewahrt werden und sich somit Machtstrukturen manifestieren können.

Die Objekte und installativen Arbeiten im Raum greifen Elemente des Videos auf. Sie ergänzen und vertiefen die künstlerische Auseinandersetzung mit der Thematik. Dabei versuchen beide Künstler*innen auf humorvolle Art die komplexen und kontroversen Dynamiken unserer Gesellschaft aufzuzeigen, ohne dabei eindeutig Partei zu ergreifen. Das fortlaufende Projekt dient dementsprechend als ein Raum für Reflexion, der in Hinblick auf unsere Geschichte, Gegenwart und Zukunft Bewusstsein schaffen soll.

Vernissage: 09/09/2021 - 12:00-22:00

Open: 10/09/2021 - 03/10/2021 - Thu 12:00-20:00
Fri-Sun 12:00-18:00

Finissage: 03/10/2021 - 12:00-18:00

Rahima Gambo erkundet mit ihrer Installation NEST-­­WORKS AND WANDER-­­­LINES Strukturen nonverbaler und nicht-­­linearer Erzählungen, indem sie Prozesse des Wanderns und der Bricolage nachahmt, die Pfade und Nestbauaktivitäten von Vögeln, Kuhherden und Termiten widerspiegeln. Nonverbale Kommunikationsmittel wie Bewegungen, Symbole, Zeichen, Gesten, Nachspüren und Stille werden in Gambos Installation als befreiender Modus des Seins, Sehens, Sprechens und Schreibens verstanden. Das Werk reflektiert den Ursprung der Sprache und was es bedeutet, räumlich zu sehen und kollektiv als Teil eines ökologischen Systems zu kommunizieren.

Der Werktitel spiegelt den sprachlichen Stil des Experimentalpädagogen Ferdinand Deligny wider, von dessen Schriften und Theorien sich Gambo inspirieren ließ.

Der Installation ging ein mehrtägiger WALK-WORKSHOP Anfang September voraus, in dem die Künstlerin und Teilnehmer*innen einzeln Morgenspaziergänge unternahmen, auf denen sie Dinge und Materialien sammelten: Steine, Blätter, Sounds, Videos, Bilder, Objekte oder Texte. Eine Auswahl dieser gesammelten Objekte sind nun in die Installation NEST-­­WORKS AND WANDER-­LINES übergegangen. Dabei entsteht eine psycho-­spirituell-­­geografische Erzählung, die sowohl innerlich und äußerlich als auch spezifisch auf jene Räume reagiert, die Gambo und die Teilnehmer*innen beschreiten. (AH)

RAHIMA GAMBO wurde 1986 in London, UK, geboren. Sie lebt und arbeitet in Abuja, Nigeria und London. Gambo absolvierte einen MSc in Gender und Social Policy sowie in Journalismus. Durch die eigenständige Arbeit an langformatigen transmedialen Dokumentarfilmprojekten entwickelte sie ihre künstlerische Praxis. Gambo wurde 2020 zum Foam Talent ernannt und war unter den Preisträger*innen des CAP-Preises 2020.  

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Karolina Sobel