DROP:OUT

Heideggers's Valley or Techne & the 3 Fools

11/6/2021

-

25/6/2021

Exhibition with Nathan Egel und Julian Herrstatt

Vernissage: 11/06/2021 - 19:00-22:00

Open: 12/06/2021 - 23/06/2021 - upon request

Finissage: 24/06/2021 - 18:00 -22:00

Julian Herstatt und Nathan Egel arbeiten inszenatorisch und gestalten Welten: Eine imaginierte Bühne auf einem Felsen, um und über dem sich nackte Menschen tummeln. Die Narrative dieser Szene entwickelt sich wie ein Bild durch Farben, die mit festen Pinselstrichen auf der Leinwand verteilt werden, wie ein Drama durch Wörter, die sich mit horchenden Bewegungen auf dem Blatt anordnen. Menschen laufen bekleidet und entkleidet in den Bilderrahmen, klettern auf den nackten Felsen und wärmen sich in der frühen Sommersonne. Eine Werbekampagne für den Schwarzwald? Postkartenmotive mit Lieblingsorten, blanke Haut und grün. Grün, grün, grün. Das Leben steckt voller Übungen, diese Ausstellung ist ein Experiment, sich selbst und sich zusammen zu erfahren. Unterschiedliche mediale Endprodukte hindern nicht den gemeinsamen Arbeitsprozess der beiden Künstler. Die Collage ist ein nicht arbiträres und doch akzidentelles Zusammenfinden von Ironie, Freundschaft und Spiel; sie fordert und fördert die subjektiven Assoziationen jedes und jeder Einzelnen. Die ausgesprochene Einladung mitzuwirken, mitzugestalten, teilzunehmen spiegelt den Charakter der Arbeit, die Leichtigkeit und Langlebigkeit ihrer Wirkungskraft. Eine behände Montage, die von Ausstellungsort zu Atelierraum wandern kann, von der Stadt aufs Land, eine Installation, die stets etwas mit sich bringt und mit sich nimmt.
Die Skizzierungen, Emojis, Sticker und Elemente sind Souvenirs der individuellen Verbundenheit und Verzahnung: „Ich gehe einen Schritt vor und einen zurück und bin im Schwarzwald,“ so beschreibt Nathan Egel seinen Tanz auf mdf-Platten. Unterdessen akzentuiert das Collagieren ein Reinzoomen und eine Hervorhebung fantastischer Eindrücke eines besonderen Blickwinkels auf unsere Umwelt.
Im Nebenraum bricht Max Roßner mit dem konstruierten Schein einer hippiesken-Paradieswelt.

Die vom Menschen angelegten, verzweigten Wege, die trotz häufiger Richtungswechsel meist in ein Zentrum führen, verbin-den sich symbolisch mit den organischen Windungen des menschlichen Gehirns, die durch äußere Impulse stets neue Ver-schaltungen zur Folge haben. Unser eigener Zustand, unser Befinden und unsere Erscheinung ist keine Konstante, sonderneinem stetigen Wandel unterlegen. Ebenso wie wir uns in unserer Umgebung, der modernen Gesellschaft, empfinden, bildetauch unser Bezug zur Natur einen Gradmesser für die eigene Verortung im Leben. Durch das stetige bewusste und unbe-wusste Positionieren erhoffen wir uns ein Gleichgewicht, das jedoch aufgrund seines fragilen Stadiums schwer zu erreichenund zu halten ist.

Ticket SaleCrowdfunding & MERCH

Die Schnelllebigkeit des modernen Zeitalters und die damit einhergehende Undurchsichtigkeit der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen verstärken die Kontraste unserer Lebensweisen. Wie dabei äußere Einflüsse auf uns wirken und unsere Positionierung stetig verfestigen oder verändern, bleibt oft unverständlich und unbemerkbar. Die Sprache als Kommunikationsmedium wirkt in diesem Zusammenhang subtil auf uns ein. Sie birgt Entwicklungen und Traditionen in sich und ist ein unterschwelliges Mittel der Einflussnahme, was in ihrem alltäglichen Gebrauch nicht immer offensichtlich ist.
Das zentrale Element der Präsentation von Elisa Jule Braun und Moritz Stumm, die Video-Installation HEIDEGGER’S VALLEY OR TECHNE & THE 3 FOOLS, greift dieses Spannungsfeld auf.

Im Video treffen der „dreiköpfige Höllen-CEO“ und die von ihm erschaffene KI „Techne“ bei dem Vorhaben, ein neues Silicon Valley in der Kleinstadt Meßkirch entstehen zu lassen, auf schwäbische Narren und den wiedergeborenen Philosophie-Bot „Hightekker“. In dieser skurrilen Situation stehen sich Tradition als Vergangenheitsform und Zukunft als Glaube an technologischen Fortschritt gegenüber und versuchen miteinander zu kommunizieren. Es entsteht eine humoristisch erzählte Geschichte um Sprache und ihre Eigenschaft, zugleich verbindendes und trennendes Element zu sein. Zwischen Realität und Fiktion wird ersichtlich, wie durch Sprache Denkweisen vermittelt sowie bewahrt werden und sich somit Machtstrukturen manifestieren können.

Die Objekte und installativen Arbeiten im Raum greifen Elemente des Videos auf. Sie ergänzen und vertiefen die künstlerische Auseinandersetzung mit der Thematik. Dabei versuchen beide Künstler*innen auf humorvolle Art die komplexen und kontroversen Dynamiken unserer Gesellschaft aufzuzeigen, ohne dabei eindeutig Partei zu ergreifen. Das fortlaufende Projekt dient dementsprechend als ein Raum für Reflexion, der in Hinblick auf unsere Geschichte, Gegenwart und Zukunft Bewusstsein schaffen soll.

Die Schnelllebigkeit des modernen Zeitalters und die damit einhergehende Undurchsichtigkeit der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen verstärken die Kontraste unserer Lebensweisen. Wie dabei äußere Einflüsse auf uns wirken und unsere Positionierung stetig verfestigen oder verändern, bleibt oft unverständlich und unbemerkbar. Die Sprache als Kommunikationsmedium wirkt in diesem Zusammenhang subtil auf uns ein. Sie birgt Entwicklungen und Traditionen in sich und ist ein unterschwelliges Mittel der Einflussnahme, was in ihrem alltäglichen Gebrauch nicht immer offensichtlich ist.
Das zentrale Element der Präsentation von Elisa Jule Braun und Moritz Stumm, die Video-Installation HEIDEGGER’S VALLEY OR TECHNE & THE 3 FOOLS, greift dieses Spannungsfeld auf.

Im Video treffen der „dreiköpfige Höllen-CEO“ und die von ihm erschaffene KI „Techne“ bei dem Vorhaben, ein neues Silicon Valley in der Kleinstadt Meßkirch entstehen zu lassen, auf schwäbische Narren und den wiedergeborenen Philosophie-Bot „Hightekker“. In dieser skurrilen Situation stehen sich Tradition als Vergangenheitsform und Zukunft als Glaube an technologischen Fortschritt gegenüber und versuchen miteinander zu kommunizieren. Es entsteht eine humoristisch erzählte Geschichte um Sprache und ihre Eigenschaft, zugleich verbindendes und trennendes Element zu sein. Zwischen Realität und Fiktion wird ersichtlich, wie durch Sprache Denkweisen vermittelt sowie bewahrt werden und sich somit Machtstrukturen manifestieren können.

Die Objekte und installativen Arbeiten im Raum greifen Elemente des Videos auf. Sie ergänzen und vertiefen die künstlerische Auseinandersetzung mit der Thematik. Dabei versuchen beide Künstler*innen auf humorvolle Art die komplexen und kontroversen Dynamiken unserer Gesellschaft aufzuzeigen, ohne dabei eindeutig Partei zu ergreifen. Das fortlaufende Projekt dient dementsprechend als ein Raum für Reflexion, der in Hinblick auf unsere Geschichte, Gegenwart und Zukunft Bewusstsein schaffen soll.

Vernissage: 11/06/2021 - 19:00-22:00

Open: 12/06/2021 - 23/06/2021 - upon request

Finissage: 24/06/2021 - 18:00 -22:00

Julian Herstatt und Nathan Egel arbeiten inszenatorisch und gestalten Welten: Eine imaginierte Bühne auf einem Felsen, um und über dem sich nackte Menschen tummeln. Die Narrative dieser Szene entwickelt sich wie ein Bild durch Farben, die mit festen Pinselstrichen auf der Leinwand verteilt werden, wie ein Drama durch Wörter, die sich mit horchenden Bewegungen auf dem Blatt anordnen. Menschen laufen bekleidet und entkleidet in den Bilderrahmen, klettern auf den nackten Felsen und wärmen sich in der frühen Sommersonne. Eine Werbekampagne für den Schwarzwald? Postkartenmotive mit Lieblingsorten, blanke Haut und grün. Grün, grün, grün. Das Leben steckt voller Übungen, diese Ausstellung ist ein Experiment, sich selbst und sich zusammen zu erfahren. Unterschiedliche mediale Endprodukte hindern nicht den gemeinsamen Arbeitsprozess der beiden Künstler. Die Collage ist ein nicht arbiträres und doch akzidentelles Zusammenfinden von Ironie, Freundschaft und Spiel; sie fordert und fördert die subjektiven Assoziationen jedes und jeder Einzelnen. Die ausgesprochene Einladung mitzuwirken, mitzugestalten, teilzunehmen spiegelt den Charakter der Arbeit, die Leichtigkeit und Langlebigkeit ihrer Wirkungskraft. Eine behände Montage, die von Ausstellungsort zu Atelierraum wandern kann, von der Stadt aufs Land, eine Installation, die stets etwas mit sich bringt und mit sich nimmt.
Die Skizzierungen, Emojis, Sticker und Elemente sind Souvenirs der individuellen Verbundenheit und Verzahnung: „Ich gehe einen Schritt vor und einen zurück und bin im Schwarzwald,“ so beschreibt Nathan Egel seinen Tanz auf mdf-Platten. Unterdessen akzentuiert das Collagieren ein Reinzoomen und eine Hervorhebung fantastischer Eindrücke eines besonderen Blickwinkels auf unsere Umwelt.
Im Nebenraum bricht Max Roßner mit dem konstruierten Schein einer hippiesken-Paradieswelt.

Die vom Menschen angelegten, verzweigten Wege, die trotz häufiger Richtungswechsel meist in ein Zentrum führen, verbin-den sich symbolisch mit den organischen Windungen des menschlichen Gehirns, die durch äußere Impulse stets neue Ver-schaltungen zur Folge haben. Unser eigener Zustand, unser Befinden und unsere Erscheinung ist keine Konstante, sonderneinem stetigen Wandel unterlegen. Ebenso wie wir uns in unserer Umgebung, der modernen Gesellschaft, empfinden, bildetauch unser Bezug zur Natur einen Gradmesser für die eigene Verortung im Leben. Durch das stetige bewusste und unbe-wusste Positionieren erhoffen wir uns ein Gleichgewicht, das jedoch aufgrund seines fragilen Stadiums schwer zu erreichenund zu halten ist.

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Wolfgang Selbach