NEU:DENKEN

Heideggers's Valley or Techne & the 3 Fools

18/6/2020

-

26/6/2020

Groupexhibition with Danial Arabali, Lexia Hachtmann, Jonas Johannes, Lexia Hachtmann, Jonas Johannes, Jenny Kasper, Sebastian Lis, Aaron Rahe, Irene Schüller

Vernissage: 18/06/2020 - 18:00-22:00

Open: 19/06/2020 - 25/06/2020 - upon request

Finissage: 26/06/2021 - 18:00 -22:00

Wir können auf zwei verschiede Arten etwas NEU:DENKEN. Auf der einen Seite kennt jeder den Moment, in dem man zum ersten Mal (an) etwas denkt. Durch ständige Erweiterung des bereits Gedachten sind wir alle genau die individuelle und doch mit anderen verbundene Person, die wir in eben diesem Moment sind; sind wir zu dem geworden, was wir sind. Andererseits ist ein Gedanke nur im ersten Moment die Fläche des erstmals Gedachten. Erst im Verlauf der Zeit entfaltet und erweitert er sich zu einem plastischen, facettenreichen Objekt. Doch kann diese Tiefe nur durch das NEU:DENKEN des bereits Gedachten entstehen. Wenn man so will, breitet der Gedanke erst dann seine Flügel aus, lernt zu fliegen und gewinnt eine neue Perspektive. Er verortet sich neu und aus einer anfänglichen Neugier wird Interesse.

Doch verläuft NEU:DENKEN nicht immer parallel zu den Pfaden von Freiheit und Möglichkeit. Oft zwingt uns gerade eine Einschränkung dazu, Dinge neu zu denken, um in der Begrenzung/ dem Rahmen der neuen Situation unsere Freiheit zu erreichen. Die aktuelle Situation führt uns genau diesen Mechanismus eindrucksvoll vor Augen. Wir laden euch dazu ein, sie mit uns gemeinsam kreativ, bedacht und mit neuen Ideen zu erfüllen.

Die Schnelllebigkeit des modernen Zeitalters und die damit einhergehende Undurchsichtigkeit der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen verstärken die Kontraste unserer Lebensweisen. Wie dabei äußere Einflüsse auf uns wirken und unsere Positionierung stetig verfestigen oder verändern, bleibt oft unverständlich und unbemerkbar. Die Sprache als Kommunikationsmedium wirkt in diesem Zusammenhang subtil auf uns ein. Sie birgt Entwicklungen und Traditionen in sich und ist ein unterschwelliges Mittel der Einflussnahme, was in ihrem alltäglichen Gebrauch nicht immer offensichtlich ist.
Das zentrale Element der Präsentation von Elisa Jule Braun und Moritz Stumm, die Video-Installation HEIDEGGER’S VALLEY OR TECHNE & THE 3 FOOLS, greift dieses Spannungsfeld auf.

Im Video treffen der „dreiköpfige Höllen-CEO“ und die von ihm erschaffene KI „Techne“ bei dem Vorhaben, ein neues Silicon Valley in der Kleinstadt Meßkirch entstehen zu lassen, auf schwäbische Narren und den wiedergeborenen Philosophie-Bot „Hightekker“. In dieser skurrilen Situation stehen sich Tradition als Vergangenheitsform und Zukunft als Glaube an technologischen Fortschritt gegenüber und versuchen miteinander zu kommunizieren. Es entsteht eine humoristisch erzählte Geschichte um Sprache und ihre Eigenschaft, zugleich verbindendes und trennendes Element zu sein. Zwischen Realität und Fiktion wird ersichtlich, wie durch Sprache Denkweisen vermittelt sowie bewahrt werden und sich somit Machtstrukturen manifestieren können.

Die Objekte und installativen Arbeiten im Raum greifen Elemente des Videos auf. Sie ergänzen und vertiefen die künstlerische Auseinandersetzung mit der Thematik. Dabei versuchen beide Künstler*innen auf humorvolle Art die komplexen und kontroversen Dynamiken unserer Gesellschaft aufzuzeigen, ohne dabei eindeutig Partei zu ergreifen. Das fortlaufende Projekt dient dementsprechend als ein Raum für Reflexion, der in Hinblick auf unsere Geschichte, Gegenwart und Zukunft Bewusstsein schaffen soll.

Die Schnelllebigkeit des modernen Zeitalters und die damit einhergehende Undurchsichtigkeit der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen verstärken die Kontraste unserer Lebensweisen. Wie dabei äußere Einflüsse auf uns wirken und unsere Positionierung stetig verfestigen oder verändern, bleibt oft unverständlich und unbemerkbar. Die Sprache als Kommunikationsmedium wirkt in diesem Zusammenhang subtil auf uns ein. Sie birgt Entwicklungen und Traditionen in sich und ist ein unterschwelliges Mittel der Einflussnahme, was in ihrem alltäglichen Gebrauch nicht immer offensichtlich ist.
Das zentrale Element der Präsentation von Elisa Jule Braun und Moritz Stumm, die Video-Installation HEIDEGGER’S VALLEY OR TECHNE & THE 3 FOOLS, greift dieses Spannungsfeld auf.

Im Video treffen der „dreiköpfige Höllen-CEO“ und die von ihm erschaffene KI „Techne“ bei dem Vorhaben, ein neues Silicon Valley in der Kleinstadt Meßkirch entstehen zu lassen, auf schwäbische Narren und den wiedergeborenen Philosophie-Bot „Hightekker“. In dieser skurrilen Situation stehen sich Tradition als Vergangenheitsform und Zukunft als Glaube an technologischen Fortschritt gegenüber und versuchen miteinander zu kommunizieren. Es entsteht eine humoristisch erzählte Geschichte um Sprache und ihre Eigenschaft, zugleich verbindendes und trennendes Element zu sein. Zwischen Realität und Fiktion wird ersichtlich, wie durch Sprache Denkweisen vermittelt sowie bewahrt werden und sich somit Machtstrukturen manifestieren können.

Die Objekte und installativen Arbeiten im Raum greifen Elemente des Videos auf. Sie ergänzen und vertiefen die künstlerische Auseinandersetzung mit der Thematik. Dabei versuchen beide Künstler*innen auf humorvolle Art die komplexen und kontroversen Dynamiken unserer Gesellschaft aufzuzeigen, ohne dabei eindeutig Partei zu ergreifen. Das fortlaufende Projekt dient dementsprechend als ein Raum für Reflexion, der in Hinblick auf unsere Geschichte, Gegenwart und Zukunft Bewusstsein schaffen soll.

Vernissage: 18/06/2020 - 18:00-22:00

Open: 19/06/2020 - 25/06/2020 - upon request

Finissage: 26/06/2021 - 18:00 -22:00

Wir können auf zwei verschiede Arten etwas NEU:DENKEN. Auf der einen Seite kennt jeder den Moment, in dem man zum ersten Mal (an) etwas denkt. Durch ständige Erweiterung des bereits Gedachten sind wir alle genau die individuelle und doch mit anderen verbundene Person, die wir in eben diesem Moment sind; sind wir zu dem geworden, was wir sind. Andererseits ist ein Gedanke nur im ersten Moment die Fläche des erstmals Gedachten. Erst im Verlauf der Zeit entfaltet und erweitert er sich zu einem plastischen, facettenreichen Objekt. Doch kann diese Tiefe nur durch das NEU:DENKEN des bereits Gedachten entstehen. Wenn man so will, breitet der Gedanke erst dann seine Flügel aus, lernt zu fliegen und gewinnt eine neue Perspektive. Er verortet sich neu und aus einer anfänglichen Neugier wird Interesse.

Doch verläuft NEU:DENKEN nicht immer parallel zu den Pfaden von Freiheit und Möglichkeit. Oft zwingt uns gerade eine Einschränkung dazu, Dinge neu zu denken, um in der Begrenzung/ dem Rahmen der neuen Situation unsere Freiheit zu erreichen. Die aktuelle Situation führt uns genau diesen Mechanismus eindrucksvoll vor Augen. Wir laden euch dazu ein, sie mit uns gemeinsam kreativ, bedacht und mit neuen Ideen zu erfüllen.

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Valentin Fischer