Offenes Ausstellungs­gespräch

Heideggers's Valley or Techne & the 3 Fools

23/3/2022

-

27/5/2022

18:00–20:00 Uhr

Termine:

Zur Ausstellung "Sammlung Simonow"

Fr. 08.04.22 18:00–20:00 Uhr

Fr. 15.04.22 18:00–20:00 Uhr

Fr. 22.04.22 18:00–20:00 Uhr

Fr. 06.05.22 18:00–20:00 Uhr

Fr. 20.05.22 18:00–20:00 Uhr

Kunstvermittlung ist komplex. Immer wieder beschäftigen uns Fragen wie diese:

Wie geben wir unseren Besucher*innen genug Informationen an die Hand, um sich eigenständig mit den ausgestellten Werken auseinanderzusetzen?

Wieviele Informationen sind zu viel und blockieren die wirklich eigenständige und subjektive Auseinandersetzung mit den ausgestellten Werken?

Wie können wir einen sicheren Raum für unsere Besucher*innen schaffen, sodass sie sich trauen, die ausgestellten Werke in ihrer eigenen Subjektivität zu erleben?

Wie schaffen wir es, die verschiedenen Kompetenzebenen unserer Besucher*innen im Bereich der Kunst gleichermaßen zu bedienen? Manche haben Kunstgeschichte studiert, sind selber Künstler*innen oder kennen die ausstellenden Künstler*innen persönlich, während andere sich bislang quasi gar nicht mit Kunst auseinandergesetzt haben.

Muss Kunstvermittlung ein einseitiges Format sein, in dem Wissen "bergab" fließt? 

Zumindest die letzte Frage glauben wir beantworten zu können: Nein. Wir selbst machen täglich die Erfahrung, dass wir uns dann eingehend mit den ausgestellten Werken auseinandersetzen, wenn wir mit anderen ins Gespräch gehen. Mal hat die Gesprächspartner*in weniger Ahnung als man selbst, mal mehr. Mal werden wilde Hypothesen aufgestellt, mal wird sich an Fakten entlang gehangelt. Mal erzählt man sich von einer Assoziation, mal eine Geschichte aus dem eigenen Leben, an die man erinnert wird. Mal geht man mit dem zufriedenen Gefühl, etwas Neues verstanden zu haben aus diesem Gespräch, mal ist man verwirrter und hat mehr Fragen im Kopf, als zuvor.

Was jedoch all diese Gespräche gemeinsam haben: Wir benutzen die Kunst, um uns mit uns selbst und anderen auseinanderzusetzen. Dabei fängt die Auseinandersetzung immer mit den eigenen Gedanken an.

Und genau aus dieser Erfahrung möchten wir ein neues Format machen, das unsere Ausstellungen begleitet: Das offene Ausstellungsgespräch.

Wir laden euch ein, sich gemeinsam auf eine Entdeckungsreise durch die ausgestellten Werke zu begeben: Erste Gedanken, Meinungen, Eindrücke, Hintergrundwissen, Kritiken, oder einfach nur schauen und zuhören, was die anderen so zu sagen haben. Dieses Format ist für diejenigen, die in einen Austausch über die Ausstellungen im DELPHI_space/gvbk gehen möchten.

Die Schnelllebigkeit des modernen Zeitalters und die damit einhergehende Undurchsichtigkeit der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen verstärken die Kontraste unserer Lebensweisen. Wie dabei äußere Einflüsse auf uns wirken und unsere Positionierung stetig verfestigen oder verändern, bleibt oft unverständlich und unbemerkbar. Die Sprache als Kommunikationsmedium wirkt in diesem Zusammenhang subtil auf uns ein. Sie birgt Entwicklungen und Traditionen in sich und ist ein unterschwelliges Mittel der Einflussnahme, was in ihrem alltäglichen Gebrauch nicht immer offensichtlich ist.
Das zentrale Element der Präsentation von Elisa Jule Braun und Moritz Stumm, die Video-Installation HEIDEGGER’S VALLEY OR TECHNE & THE 3 FOOLS, greift dieses Spannungsfeld auf.

Im Video treffen der „dreiköpfige Höllen-CEO“ und die von ihm erschaffene KI „Techne“ bei dem Vorhaben, ein neues Silicon Valley in der Kleinstadt Meßkirch entstehen zu lassen, auf schwäbische Narren und den wiedergeborenen Philosophie-Bot „Hightekker“. In dieser skurrilen Situation stehen sich Tradition als Vergangenheitsform und Zukunft als Glaube an technologischen Fortschritt gegenüber und versuchen miteinander zu kommunizieren. Es entsteht eine humoristisch erzählte Geschichte um Sprache und ihre Eigenschaft, zugleich verbindendes und trennendes Element zu sein. Zwischen Realität und Fiktion wird ersichtlich, wie durch Sprache Denkweisen vermittelt sowie bewahrt werden und sich somit Machtstrukturen manifestieren können.

Die Objekte und installativen Arbeiten im Raum greifen Elemente des Videos auf. Sie ergänzen und vertiefen die künstlerische Auseinandersetzung mit der Thematik. Dabei versuchen beide Künstler*innen auf humorvolle Art die komplexen und kontroversen Dynamiken unserer Gesellschaft aufzuzeigen, ohne dabei eindeutig Partei zu ergreifen. Das fortlaufende Projekt dient dementsprechend als ein Raum für Reflexion, der in Hinblick auf unsere Geschichte, Gegenwart und Zukunft Bewusstsein schaffen soll.

Die Schnelllebigkeit des modernen Zeitalters und die damit einhergehende Undurchsichtigkeit der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen verstärken die Kontraste unserer Lebensweisen. Wie dabei äußere Einflüsse auf uns wirken und unsere Positionierung stetig verfestigen oder verändern, bleibt oft unverständlich und unbemerkbar. Die Sprache als Kommunikationsmedium wirkt in diesem Zusammenhang subtil auf uns ein. Sie birgt Entwicklungen und Traditionen in sich und ist ein unterschwelliges Mittel der Einflussnahme, was in ihrem alltäglichen Gebrauch nicht immer offensichtlich ist.
Das zentrale Element der Präsentation von Elisa Jule Braun und Moritz Stumm, die Video-Installation HEIDEGGER’S VALLEY OR TECHNE & THE 3 FOOLS, greift dieses Spannungsfeld auf.

Im Video treffen der „dreiköpfige Höllen-CEO“ und die von ihm erschaffene KI „Techne“ bei dem Vorhaben, ein neues Silicon Valley in der Kleinstadt Meßkirch entstehen zu lassen, auf schwäbische Narren und den wiedergeborenen Philosophie-Bot „Hightekker“. In dieser skurrilen Situation stehen sich Tradition als Vergangenheitsform und Zukunft als Glaube an technologischen Fortschritt gegenüber und versuchen miteinander zu kommunizieren. Es entsteht eine humoristisch erzählte Geschichte um Sprache und ihre Eigenschaft, zugleich verbindendes und trennendes Element zu sein. Zwischen Realität und Fiktion wird ersichtlich, wie durch Sprache Denkweisen vermittelt sowie bewahrt werden und sich somit Machtstrukturen manifestieren können.

Die Objekte und installativen Arbeiten im Raum greifen Elemente des Videos auf. Sie ergänzen und vertiefen die künstlerische Auseinandersetzung mit der Thematik. Dabei versuchen beide Künstler*innen auf humorvolle Art die komplexen und kontroversen Dynamiken unserer Gesellschaft aufzuzeigen, ohne dabei eindeutig Partei zu ergreifen. Das fortlaufende Projekt dient dementsprechend als ein Raum für Reflexion, der in Hinblick auf unsere Geschichte, Gegenwart und Zukunft Bewusstsein schaffen soll.

Termine:

Zur Ausstellung "Sammlung Simonow"

Fr. 08.04.22 18:00–20:00 Uhr

Fr. 15.04.22 18:00–20:00 Uhr

Fr. 22.04.22 18:00–20:00 Uhr

Fr. 06.05.22 18:00–20:00 Uhr

Fr. 20.05.22 18:00–20:00 Uhr

Kunstvermittlung ist komplex. Immer wieder beschäftigen uns Fragen wie diese:

Wie geben wir unseren Besucher*innen genug Informationen an die Hand, um sich eigenständig mit den ausgestellten Werken auseinanderzusetzen?

Wieviele Informationen sind zu viel und blockieren die wirklich eigenständige und subjektive Auseinandersetzung mit den ausgestellten Werken?

Wie können wir einen sicheren Raum für unsere Besucher*innen schaffen, sodass sie sich trauen, die ausgestellten Werke in ihrer eigenen Subjektivität zu erleben?

Wie schaffen wir es, die verschiedenen Kompetenzebenen unserer Besucher*innen im Bereich der Kunst gleichermaßen zu bedienen? Manche haben Kunstgeschichte studiert, sind selber Künstler*innen oder kennen die ausstellenden Künstler*innen persönlich, während andere sich bislang quasi gar nicht mit Kunst auseinandergesetzt haben.

Muss Kunstvermittlung ein einseitiges Format sein, in dem Wissen "bergab" fließt? 

Zumindest die letzte Frage glauben wir beantworten zu können: Nein. Wir selbst machen täglich die Erfahrung, dass wir uns dann eingehend mit den ausgestellten Werken auseinandersetzen, wenn wir mit anderen ins Gespräch gehen. Mal hat die Gesprächspartner*in weniger Ahnung als man selbst, mal mehr. Mal werden wilde Hypothesen aufgestellt, mal wird sich an Fakten entlang gehangelt. Mal erzählt man sich von einer Assoziation, mal eine Geschichte aus dem eigenen Leben, an die man erinnert wird. Mal geht man mit dem zufriedenen Gefühl, etwas Neues verstanden zu haben aus diesem Gespräch, mal ist man verwirrter und hat mehr Fragen im Kopf, als zuvor.

Was jedoch all diese Gespräche gemeinsam haben: Wir benutzen die Kunst, um uns mit uns selbst und anderen auseinanderzusetzen. Dabei fängt die Auseinandersetzung immer mit den eigenen Gedanken an.

Und genau aus dieser Erfahrung möchten wir ein neues Format machen, das unsere Ausstellungen begleitet: Das offene Ausstellungsgespräch.

Wir laden euch ein, sich gemeinsam auf eine Entdeckungsreise durch die ausgestellten Werke zu begeben: Erste Gedanken, Meinungen, Eindrücke, Hintergrundwissen, Kritiken, oder einfach nur schauen und zuhören, was die anderen so zu sagen haben. Dieses Format ist für diejenigen, die in einen Austausch über die Ausstellungen im DELPHI_space/gvbk gehen möchten.

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