Salon de Fiestas

Heideggers's Valley or Techne & the 3 Fools

17/12/2021

-

29/12/2021

Groupexhibition by Catherina Cramer & Giulietta Ockenfuß, Vincent Grunwald, Maximilian Thiel

Mi.-So. 18:00-20:00 Uhr

Vernissage: 17/12/2021 - 18:00-00:00

Open: 18/12/2021 - 28/12/2021 - 18:00-20:00

Finissage: 29/12/2021 - 18:00 -00:00

Salon de Fiestas

Mit der Ausstellung "Salon de Fiestas” führt das DELPHI_space/gvbk seine Grundidee von Begegnung und Austausch fort und lädt Künstler*innen aus Frankfurt und Berlin ein, gvbk zu bespielen. Catherina Cramer & Giulietta Ockenfuß, Vincent Grunwald und Maximilian Thiel verbindet eine lange währende Bekanntschaft und ein Erfahrungsaustausch, der sich in der räumlichen Konzeption der Ausstellung und den inhaltlichen Auseinandersetzungen manifestiert.

Die in unterschiedlichen Medien arbeitenden Künstler*innen beschäftigen sich mit Aspekten des Prozesshaften und der Hinterfragung von Ermächtigungsstrategien durch historische und kulturelle Einschreibungen. Gemeinsam konzipieren sie gvbk als Projektionsfläche des “Salon de Fiestas”, dessen tragende Strategie die spontanen Verschränkungen fiktiver und dokumentarischer Elemente und Erfahrungen und das Ausloten von deren Potentialitäten bedeutet. Das Ineinandergreifen der verschiedenen Arbeiten im Raum verbindet dabei immer wieder neu die inhaltlichen Perspektivachsen und Sichtweisen und führt wiederkehrende Themen und Assoziationen kaleidoskopisch zu ephemeren Narrativen zusammen.

Die räumlichen und installativen Interventionen von Vincent Grunwald und Maximilian Thiel sind an Ideen fiktiver urbaner Räume und Landschaften angelehnt und dienen gleichzeitig als Display für die Arbeiten des “Salon de Fiestas”.

Während die installativen Settings als Artefakte eines möglichen öffentlichen Raums gelesen werden können, konzentriert sich Vincent Grunwald in seinen kleinformatigen Zeichnungen auf die persönliche Biographie einer Person und seiner identitätsstiftenden Formalia. Vor allem interessieren ihn dabei dem Individuum zugeteilte fortlaufende Nummernfolgen und Codes, die zum gestalterischen Element seiner Zeichnungen werden. Es sind die strukturellen Wirkungsmächte von Vergabe- und Zuteilungsmechanismen mit denen Vincent Grunwald sich in seinen Arbeiten auseinandersetzt und die er versucht zu neuen fiktiven Räumen umzuinterpetieren.

In ihrer Videoserie UNLEASH THE BEAST beleuchten Catherina Cramer & Giulietta Ockenfuß Fragen nach Identität und Herkunft. In Anknüpfung an den ersten Teil führt CHAPTER II – HAGENBECKS ZOO die Geschichte der „Wasseräffin“ auf der Suche nach ihrer Identität fort.

Mechanismen der Geschichtsschreibung und Machtverhältnisse werden in der Videoarbeit reflektiert und die Entstehung und Möglichkeiten historischen Wissens hinterfragt. Ergänzt wird die Videoarbeit durch zwei Collage-Panels, die wie ein INDEX zur Videoarbeit funktionieren und Drehbuchfragmente, Inspirationsquellen und assoziatives Bildmaterial kombinieren. Zwar gehen Fiktion und Dokumentation ineinander, allerdings werden diese beiden Bereiche, sowohl inhaltlich als auch auf formaler Ebene klar voneinander abgesetzt.

Die Arbeiten von Maximilian Thiel sind in der traditionellen Technik des Sgraffito (dt. Kratzputz) ausgeführt. Anstatt wie in der ursprünglich italienischen Fresko-Technik strukturell und geometrisch obere Schichten zur Wandgestaltung abzutragen, verwendet er die Technik im malerischen Sinne. Anders aber als in der Malerei macht erst das subtraktive Verfahren die Linien erkennbar. Ganze Räume und Fassaden gestaltet Maximilian Thiel in dieser Technik mit mal abstrakten, mal figürlichen Elementen aus. Dabei sind die Arbeiten auch immer wieder Prozessen der De- und Rekonstruktion unterworfen. So werden im "Salon de Fiestas" u.a. Fragmente vergangener Wandarbeiten ausgestellt, die in einem fiktiv Archäologischen Prozess wieder neu zusammengesetzt wurden und dadurch Fragen nach kultureller Identität und nach dem Überdauern eingeschriebener Inhalte aufwerfen.

Hinweise zur Ausstellung:

Finissage: Mi. 29.12.2021, 18:00-00:00 Uhr


Bismarckallee 18-20 | 79098 Freiburg
Öffnungszeiten Mi.-So. von 18:00 bis 20:00 Uhr

Der Zutritt erfolgt nach der 2G-Plus Regel des Landes Baden-Württemberg. Aktuelle Informationen findet ihr hier. Somit müssen Gäste sowohl einen Impf- oder Genesenennachweis (Sars-Cov 2), wie auch einen tagesaktuellen, negativen PCR- oder Antigenschnelltest an der Eingangskontrolle vorweisen. Der Test muss in einem zertifizierten Testzentrum erfolgt sein. Selbsttests ermöglichen keinen Zugang. Wer geboostert ist oder wessen Vollimmunisierung nicht länger als 6 Monate zurück liegt, ist von der Testpflicht bei 2G-Plus befreit. Zur Kontaktdatenerfassung gibt es sowohl QR-Codes zum Einchecken per Corona-Warn oder Luca-App, wie auch Erfassungsbögen auf Papier.

Im Innenraum besteht Maskenpflicht (Medizinische oder FFP-2 Maske). Wir behalten es uns vor, den Zugang bei zu großem Personenaufkommen zu stoppen.

Die Schnelllebigkeit des modernen Zeitalters und die damit einhergehende Undurchsichtigkeit der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen verstärken die Kontraste unserer Lebensweisen. Wie dabei äußere Einflüsse auf uns wirken und unsere Positionierung stetig verfestigen oder verändern, bleibt oft unverständlich und unbemerkbar. Die Sprache als Kommunikationsmedium wirkt in diesem Zusammenhang subtil auf uns ein. Sie birgt Entwicklungen und Traditionen in sich und ist ein unterschwelliges Mittel der Einflussnahme, was in ihrem alltäglichen Gebrauch nicht immer offensichtlich ist.
Das zentrale Element der Präsentation von Elisa Jule Braun und Moritz Stumm, die Video-Installation HEIDEGGER’S VALLEY OR TECHNE & THE 3 FOOLS, greift dieses Spannungsfeld auf.

Im Video treffen der „dreiköpfige Höllen-CEO“ und die von ihm erschaffene KI „Techne“ bei dem Vorhaben, ein neues Silicon Valley in der Kleinstadt Meßkirch entstehen zu lassen, auf schwäbische Narren und den wiedergeborenen Philosophie-Bot „Hightekker“. In dieser skurrilen Situation stehen sich Tradition als Vergangenheitsform und Zukunft als Glaube an technologischen Fortschritt gegenüber und versuchen miteinander zu kommunizieren. Es entsteht eine humoristisch erzählte Geschichte um Sprache und ihre Eigenschaft, zugleich verbindendes und trennendes Element zu sein. Zwischen Realität und Fiktion wird ersichtlich, wie durch Sprache Denkweisen vermittelt sowie bewahrt werden und sich somit Machtstrukturen manifestieren können.

Die Objekte und installativen Arbeiten im Raum greifen Elemente des Videos auf. Sie ergänzen und vertiefen die künstlerische Auseinandersetzung mit der Thematik. Dabei versuchen beide Künstler*innen auf humorvolle Art die komplexen und kontroversen Dynamiken unserer Gesellschaft aufzuzeigen, ohne dabei eindeutig Partei zu ergreifen. Das fortlaufende Projekt dient dementsprechend als ein Raum für Reflexion, der in Hinblick auf unsere Geschichte, Gegenwart und Zukunft Bewusstsein schaffen soll.

Die Schnelllebigkeit des modernen Zeitalters und die damit einhergehende Undurchsichtigkeit der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen verstärken die Kontraste unserer Lebensweisen. Wie dabei äußere Einflüsse auf uns wirken und unsere Positionierung stetig verfestigen oder verändern, bleibt oft unverständlich und unbemerkbar. Die Sprache als Kommunikationsmedium wirkt in diesem Zusammenhang subtil auf uns ein. Sie birgt Entwicklungen und Traditionen in sich und ist ein unterschwelliges Mittel der Einflussnahme, was in ihrem alltäglichen Gebrauch nicht immer offensichtlich ist.
Das zentrale Element der Präsentation von Elisa Jule Braun und Moritz Stumm, die Video-Installation HEIDEGGER’S VALLEY OR TECHNE & THE 3 FOOLS, greift dieses Spannungsfeld auf.

Im Video treffen der „dreiköpfige Höllen-CEO“ und die von ihm erschaffene KI „Techne“ bei dem Vorhaben, ein neues Silicon Valley in der Kleinstadt Meßkirch entstehen zu lassen, auf schwäbische Narren und den wiedergeborenen Philosophie-Bot „Hightekker“. In dieser skurrilen Situation stehen sich Tradition als Vergangenheitsform und Zukunft als Glaube an technologischen Fortschritt gegenüber und versuchen miteinander zu kommunizieren. Es entsteht eine humoristisch erzählte Geschichte um Sprache und ihre Eigenschaft, zugleich verbindendes und trennendes Element zu sein. Zwischen Realität und Fiktion wird ersichtlich, wie durch Sprache Denkweisen vermittelt sowie bewahrt werden und sich somit Machtstrukturen manifestieren können.

Die Objekte und installativen Arbeiten im Raum greifen Elemente des Videos auf. Sie ergänzen und vertiefen die künstlerische Auseinandersetzung mit der Thematik. Dabei versuchen beide Künstler*innen auf humorvolle Art die komplexen und kontroversen Dynamiken unserer Gesellschaft aufzuzeigen, ohne dabei eindeutig Partei zu ergreifen. Das fortlaufende Projekt dient dementsprechend als ein Raum für Reflexion, der in Hinblick auf unsere Geschichte, Gegenwart und Zukunft Bewusstsein schaffen soll.

Vernissage: 17/12/2021 - 18:00-00:00

Open: 18/12/2021 - 28/12/2021 - 18:00-20:00

Finissage: 29/12/2021 - 18:00 -00:00

Salon de Fiestas

Mit der Ausstellung "Salon de Fiestas” führt das DELPHI_space/gvbk seine Grundidee von Begegnung und Austausch fort und lädt Künstler*innen aus Frankfurt und Berlin ein, gvbk zu bespielen. Catherina Cramer & Giulietta Ockenfuß, Vincent Grunwald und Maximilian Thiel verbindet eine lange währende Bekanntschaft und ein Erfahrungsaustausch, der sich in der räumlichen Konzeption der Ausstellung und den inhaltlichen Auseinandersetzungen manifestiert.

Die in unterschiedlichen Medien arbeitenden Künstler*innen beschäftigen sich mit Aspekten des Prozesshaften und der Hinterfragung von Ermächtigungsstrategien durch historische und kulturelle Einschreibungen. Gemeinsam konzipieren sie gvbk als Projektionsfläche des “Salon de Fiestas”, dessen tragende Strategie die spontanen Verschränkungen fiktiver und dokumentarischer Elemente und Erfahrungen und das Ausloten von deren Potentialitäten bedeutet. Das Ineinandergreifen der verschiedenen Arbeiten im Raum verbindet dabei immer wieder neu die inhaltlichen Perspektivachsen und Sichtweisen und führt wiederkehrende Themen und Assoziationen kaleidoskopisch zu ephemeren Narrativen zusammen.

Die räumlichen und installativen Interventionen von Vincent Grunwald und Maximilian Thiel sind an Ideen fiktiver urbaner Räume und Landschaften angelehnt und dienen gleichzeitig als Display für die Arbeiten des “Salon de Fiestas”.

Während die installativen Settings als Artefakte eines möglichen öffentlichen Raums gelesen werden können, konzentriert sich Vincent Grunwald in seinen kleinformatigen Zeichnungen auf die persönliche Biographie einer Person und seiner identitätsstiftenden Formalia. Vor allem interessieren ihn dabei dem Individuum zugeteilte fortlaufende Nummernfolgen und Codes, die zum gestalterischen Element seiner Zeichnungen werden. Es sind die strukturellen Wirkungsmächte von Vergabe- und Zuteilungsmechanismen mit denen Vincent Grunwald sich in seinen Arbeiten auseinandersetzt und die er versucht zu neuen fiktiven Räumen umzuinterpetieren.

In ihrer Videoserie UNLEASH THE BEAST beleuchten Catherina Cramer & Giulietta Ockenfuß Fragen nach Identität und Herkunft. In Anknüpfung an den ersten Teil führt CHAPTER II – HAGENBECKS ZOO die Geschichte der „Wasseräffin“ auf der Suche nach ihrer Identität fort.

Mechanismen der Geschichtsschreibung und Machtverhältnisse werden in der Videoarbeit reflektiert und die Entstehung und Möglichkeiten historischen Wissens hinterfragt. Ergänzt wird die Videoarbeit durch zwei Collage-Panels, die wie ein INDEX zur Videoarbeit funktionieren und Drehbuchfragmente, Inspirationsquellen und assoziatives Bildmaterial kombinieren. Zwar gehen Fiktion und Dokumentation ineinander, allerdings werden diese beiden Bereiche, sowohl inhaltlich als auch auf formaler Ebene klar voneinander abgesetzt.

Die Arbeiten von Maximilian Thiel sind in der traditionellen Technik des Sgraffito (dt. Kratzputz) ausgeführt. Anstatt wie in der ursprünglich italienischen Fresko-Technik strukturell und geometrisch obere Schichten zur Wandgestaltung abzutragen, verwendet er die Technik im malerischen Sinne. Anders aber als in der Malerei macht erst das subtraktive Verfahren die Linien erkennbar. Ganze Räume und Fassaden gestaltet Maximilian Thiel in dieser Technik mit mal abstrakten, mal figürlichen Elementen aus. Dabei sind die Arbeiten auch immer wieder Prozessen der De- und Rekonstruktion unterworfen. So werden im "Salon de Fiestas" u.a. Fragmente vergangener Wandarbeiten ausgestellt, die in einem fiktiv Archäologischen Prozess wieder neu zusammengesetzt wurden und dadurch Fragen nach kultureller Identität und nach dem Überdauern eingeschriebener Inhalte aufwerfen.

Hinweise zur Ausstellung:

Finissage: Mi. 29.12.2021, 18:00-00:00 Uhr


Bismarckallee 18-20 | 79098 Freiburg
Öffnungszeiten Mi.-So. von 18:00 bis 20:00 Uhr

Der Zutritt erfolgt nach der 2G-Plus Regel des Landes Baden-Württemberg. Aktuelle Informationen findet ihr hier. Somit müssen Gäste sowohl einen Impf- oder Genesenennachweis (Sars-Cov 2), wie auch einen tagesaktuellen, negativen PCR- oder Antigenschnelltest an der Eingangskontrolle vorweisen. Der Test muss in einem zertifizierten Testzentrum erfolgt sein. Selbsttests ermöglichen keinen Zugang. Wer geboostert ist oder wessen Vollimmunisierung nicht länger als 6 Monate zurück liegt, ist von der Testpflicht bei 2G-Plus befreit. Zur Kontaktdatenerfassung gibt es sowohl QR-Codes zum Einchecken per Corona-Warn oder Luca-App, wie auch Erfassungsbögen auf Papier.

Im Innenraum besteht Maskenpflicht (Medizinische oder FFP-2 Maske). Wir behalten es uns vor, den Zugang bei zu großem Personenaufkommen zu stoppen.

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