SOLO-SOLO

Heideggers's Valley or Techne & the 3 Fools

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Public space Exhibition with Irene Schüller and Paul Ahl

Kapitel 1: long time no see

kuratiert von DELPHI_space

Long time no see ist eine grammatikalisch skurile Begrüßung, die nach der chinesischen Grammatik organisiert ist. Im Chinesischen gibt es einen Alltagsgruß “Hao jiu mei jian”, der mit long time no see übersetzt werden kann. Man sagt, dass long time no see zuerst von chinesischen Migranten in Amerika verwendet wurde. Dies ist eine Möglichkeit die etymologische Herkunft der Redewendung zurückzuverfolgen. Wir möchten sie primär dafür nutzen, die aktuelle Ausnahmesituation neu zu interpretieren. Wir vermissen die Gesichter dieser Stadt; Gesichter, die sich hinter den Masken in Geschäften und auf der Straße verbergen.


Chapter 1: long time no see

curated by DELPHI_space

Long time no see is a grammatically bizarre greeting whose word order is taken directly from Chinese grammar. In Chinese there is an everyday phrase “Hao jiu mei jian” which can be translated as long time no see. It is said that long time no see was first used by Chinese migrants in America. This is a way to trace the etymological origin of the phrase. We primarily want to use it to reinterpret the current exceptional situation. We miss the faces of this city; Faces hidden behind the masks in shops and on the street.

Die Schnelllebigkeit des modernen Zeitalters und die damit einhergehende Undurchsichtigkeit der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen verstärken die Kontraste unserer Lebensweisen. Wie dabei äußere Einflüsse auf uns wirken und unsere Positionierung stetig verfestigen oder verändern, bleibt oft unverständlich und unbemerkbar. Die Sprache als Kommunikationsmedium wirkt in diesem Zusammenhang subtil auf uns ein. Sie birgt Entwicklungen und Traditionen in sich und ist ein unterschwelliges Mittel der Einflussnahme, was in ihrem alltäglichen Gebrauch nicht immer offensichtlich ist.
Das zentrale Element der Präsentation von Elisa Jule Braun und Moritz Stumm, die Video-Installation HEIDEGGER’S VALLEY OR TECHNE & THE 3 FOOLS, greift dieses Spannungsfeld auf.

Im Video treffen der „dreiköpfige Höllen-CEO“ und die von ihm erschaffene KI „Techne“ bei dem Vorhaben, ein neues Silicon Valley in der Kleinstadt Meßkirch entstehen zu lassen, auf schwäbische Narren und den wiedergeborenen Philosophie-Bot „Hightekker“. In dieser skurrilen Situation stehen sich Tradition als Vergangenheitsform und Zukunft als Glaube an technologischen Fortschritt gegenüber und versuchen miteinander zu kommunizieren. Es entsteht eine humoristisch erzählte Geschichte um Sprache und ihre Eigenschaft, zugleich verbindendes und trennendes Element zu sein. Zwischen Realität und Fiktion wird ersichtlich, wie durch Sprache Denkweisen vermittelt sowie bewahrt werden und sich somit Machtstrukturen manifestieren können.

Die Objekte und installativen Arbeiten im Raum greifen Elemente des Videos auf. Sie ergänzen und vertiefen die künstlerische Auseinandersetzung mit der Thematik. Dabei versuchen beide Künstler*innen auf humorvolle Art die komplexen und kontroversen Dynamiken unserer Gesellschaft aufzuzeigen, ohne dabei eindeutig Partei zu ergreifen. Das fortlaufende Projekt dient dementsprechend als ein Raum für Reflexion, der in Hinblick auf unsere Geschichte, Gegenwart und Zukunft Bewusstsein schaffen soll.

Die Schnelllebigkeit des modernen Zeitalters und die damit einhergehende Undurchsichtigkeit der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen verstärken die Kontraste unserer Lebensweisen. Wie dabei äußere Einflüsse auf uns wirken und unsere Positionierung stetig verfestigen oder verändern, bleibt oft unverständlich und unbemerkbar. Die Sprache als Kommunikationsmedium wirkt in diesem Zusammenhang subtil auf uns ein. Sie birgt Entwicklungen und Traditionen in sich und ist ein unterschwelliges Mittel der Einflussnahme, was in ihrem alltäglichen Gebrauch nicht immer offensichtlich ist.
Das zentrale Element der Präsentation von Elisa Jule Braun und Moritz Stumm, die Video-Installation HEIDEGGER’S VALLEY OR TECHNE & THE 3 FOOLS, greift dieses Spannungsfeld auf.

Im Video treffen der „dreiköpfige Höllen-CEO“ und die von ihm erschaffene KI „Techne“ bei dem Vorhaben, ein neues Silicon Valley in der Kleinstadt Meßkirch entstehen zu lassen, auf schwäbische Narren und den wiedergeborenen Philosophie-Bot „Hightekker“. In dieser skurrilen Situation stehen sich Tradition als Vergangenheitsform und Zukunft als Glaube an technologischen Fortschritt gegenüber und versuchen miteinander zu kommunizieren. Es entsteht eine humoristisch erzählte Geschichte um Sprache und ihre Eigenschaft, zugleich verbindendes und trennendes Element zu sein. Zwischen Realität und Fiktion wird ersichtlich, wie durch Sprache Denkweisen vermittelt sowie bewahrt werden und sich somit Machtstrukturen manifestieren können.

Die Objekte und installativen Arbeiten im Raum greifen Elemente des Videos auf. Sie ergänzen und vertiefen die künstlerische Auseinandersetzung mit der Thematik. Dabei versuchen beide Künstler*innen auf humorvolle Art die komplexen und kontroversen Dynamiken unserer Gesellschaft aufzuzeigen, ohne dabei eindeutig Partei zu ergreifen. Das fortlaufende Projekt dient dementsprechend als ein Raum für Reflexion, der in Hinblick auf unsere Geschichte, Gegenwart und Zukunft Bewusstsein schaffen soll.

Kapitel 1: long time no see

kuratiert von DELPHI_space

Long time no see ist eine grammatikalisch skurile Begrüßung, die nach der chinesischen Grammatik organisiert ist. Im Chinesischen gibt es einen Alltagsgruß “Hao jiu mei jian”, der mit long time no see übersetzt werden kann. Man sagt, dass long time no see zuerst von chinesischen Migranten in Amerika verwendet wurde. Dies ist eine Möglichkeit die etymologische Herkunft der Redewendung zurückzuverfolgen. Wir möchten sie primär dafür nutzen, die aktuelle Ausnahmesituation neu zu interpretieren. Wir vermissen die Gesichter dieser Stadt; Gesichter, die sich hinter den Masken in Geschäften und auf der Straße verbergen.


Chapter 1: long time no see

curated by DELPHI_space

Long time no see is a grammatically bizarre greeting whose word order is taken directly from Chinese grammar. In Chinese there is an everyday phrase “Hao jiu mei jian” which can be translated as long time no see. It is said that long time no see was first used by Chinese migrants in America. This is a way to trace the etymological origin of the phrase. We primarily want to use it to reinterpret the current exceptional situation. We miss the faces of this city; Faces hidden behind the masks in shops and on the street.

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