SPIEL MIT DEM GEHEIMNIS

Heideggers's Valley or Techne & the 3 Fools

16/7/2021

-

25/7/2021

Exhibition by Paata Turashvili

Vernissage: 16/07/2021 - 18:00-22:00

Open: 17/07/2021 - 24/07/2021 - upon request

Finissage: 25/07/2021 - 18:00 -22:00

Geheimnis und Glaube sind für Paata Turashvili zwei eng miteinander verwobene Begriffe. Ohne Geheimnis kein Glaube; gleichzeitig Glaube als Katalysator für Geheimnisse. Das, was wir nicht kennen, was im Verborgenen bleibt, regt unsere Imagination besonders an. In seiner täglichen künstlerischen Praxis treiben diese unsichtbaren Kräfte Turashvili an. Nicht greifbare Erinnerungen an seine Jugend in Georgien, spontane Assoziationen durch alltägliche Eindrücke und die Auseinandersetzung mit der Kunstgeschichte regen sich in Emotionen statt Rationalem und fließen als solche in die Arbeiten des Künstlers ein. So finden sich in den Malereien und Zeichnungen Turashvilis weniger konkrete Anspielungen, Zitate und Themen, als viel mehr abgeleitete Emotionen, die mal in figürlicher, mal in abstrakter Darstellung Gestalt annehmen. Diese sollen beim Betrachter jedoch nicht vom Künstler vorgegebene Emotionen erwecken, sondern jedem Freiraum für die Entfaltung eigener Gefühle lassen. Eine einzelne Blume kann für den einen mit dem Tod verbunden sein, der andere wiederum sieht in ihr das Leben, sagt Paata. Wichtig ist es, die Eindrücke wirken zu lassen und darüber zu sprechen – ob mit Worten oder in der Kunst. So malt er seit 26 Jahren jeden Tag, um eine Geschichte (man könnte sagen eine Chronik) von Emotionen und Gefühlen zu erzählen.

 

„Spiel mit dem Geheimnis“ ist die erste Einzelausstellung des Künstlers in Freiburg und besteht aus Zeichnungen und Malereien, die Paata Turashvili in den letzten Jahren fertigte.

Die Schnelllebigkeit des modernen Zeitalters und die damit einhergehende Undurchsichtigkeit der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen verstärken die Kontraste unserer Lebensweisen. Wie dabei äußere Einflüsse auf uns wirken und unsere Positionierung stetig verfestigen oder verändern, bleibt oft unverständlich und unbemerkbar. Die Sprache als Kommunikationsmedium wirkt in diesem Zusammenhang subtil auf uns ein. Sie birgt Entwicklungen und Traditionen in sich und ist ein unterschwelliges Mittel der Einflussnahme, was in ihrem alltäglichen Gebrauch nicht immer offensichtlich ist.
Das zentrale Element der Präsentation von Elisa Jule Braun und Moritz Stumm, die Video-Installation HEIDEGGER’S VALLEY OR TECHNE & THE 3 FOOLS, greift dieses Spannungsfeld auf.

Im Video treffen der „dreiköpfige Höllen-CEO“ und die von ihm erschaffene KI „Techne“ bei dem Vorhaben, ein neues Silicon Valley in der Kleinstadt Meßkirch entstehen zu lassen, auf schwäbische Narren und den wiedergeborenen Philosophie-Bot „Hightekker“. In dieser skurrilen Situation stehen sich Tradition als Vergangenheitsform und Zukunft als Glaube an technologischen Fortschritt gegenüber und versuchen miteinander zu kommunizieren. Es entsteht eine humoristisch erzählte Geschichte um Sprache und ihre Eigenschaft, zugleich verbindendes und trennendes Element zu sein. Zwischen Realität und Fiktion wird ersichtlich, wie durch Sprache Denkweisen vermittelt sowie bewahrt werden und sich somit Machtstrukturen manifestieren können.

Die Objekte und installativen Arbeiten im Raum greifen Elemente des Videos auf. Sie ergänzen und vertiefen die künstlerische Auseinandersetzung mit der Thematik. Dabei versuchen beide Künstler*innen auf humorvolle Art die komplexen und kontroversen Dynamiken unserer Gesellschaft aufzuzeigen, ohne dabei eindeutig Partei zu ergreifen. Das fortlaufende Projekt dient dementsprechend als ein Raum für Reflexion, der in Hinblick auf unsere Geschichte, Gegenwart und Zukunft Bewusstsein schaffen soll.

Die Schnelllebigkeit des modernen Zeitalters und die damit einhergehende Undurchsichtigkeit der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen verstärken die Kontraste unserer Lebensweisen. Wie dabei äußere Einflüsse auf uns wirken und unsere Positionierung stetig verfestigen oder verändern, bleibt oft unverständlich und unbemerkbar. Die Sprache als Kommunikationsmedium wirkt in diesem Zusammenhang subtil auf uns ein. Sie birgt Entwicklungen und Traditionen in sich und ist ein unterschwelliges Mittel der Einflussnahme, was in ihrem alltäglichen Gebrauch nicht immer offensichtlich ist.
Das zentrale Element der Präsentation von Elisa Jule Braun und Moritz Stumm, die Video-Installation HEIDEGGER’S VALLEY OR TECHNE & THE 3 FOOLS, greift dieses Spannungsfeld auf.

Im Video treffen der „dreiköpfige Höllen-CEO“ und die von ihm erschaffene KI „Techne“ bei dem Vorhaben, ein neues Silicon Valley in der Kleinstadt Meßkirch entstehen zu lassen, auf schwäbische Narren und den wiedergeborenen Philosophie-Bot „Hightekker“. In dieser skurrilen Situation stehen sich Tradition als Vergangenheitsform und Zukunft als Glaube an technologischen Fortschritt gegenüber und versuchen miteinander zu kommunizieren. Es entsteht eine humoristisch erzählte Geschichte um Sprache und ihre Eigenschaft, zugleich verbindendes und trennendes Element zu sein. Zwischen Realität und Fiktion wird ersichtlich, wie durch Sprache Denkweisen vermittelt sowie bewahrt werden und sich somit Machtstrukturen manifestieren können.

Die Objekte und installativen Arbeiten im Raum greifen Elemente des Videos auf. Sie ergänzen und vertiefen die künstlerische Auseinandersetzung mit der Thematik. Dabei versuchen beide Künstler*innen auf humorvolle Art die komplexen und kontroversen Dynamiken unserer Gesellschaft aufzuzeigen, ohne dabei eindeutig Partei zu ergreifen. Das fortlaufende Projekt dient dementsprechend als ein Raum für Reflexion, der in Hinblick auf unsere Geschichte, Gegenwart und Zukunft Bewusstsein schaffen soll.

Vernissage: 16/07/2021 - 18:00-22:00

Open: 17/07/2021 - 24/07/2021 - upon request

Finissage: 25/07/2021 - 18:00 -22:00

Geheimnis und Glaube sind für Paata Turashvili zwei eng miteinander verwobene Begriffe. Ohne Geheimnis kein Glaube; gleichzeitig Glaube als Katalysator für Geheimnisse. Das, was wir nicht kennen, was im Verborgenen bleibt, regt unsere Imagination besonders an. In seiner täglichen künstlerischen Praxis treiben diese unsichtbaren Kräfte Turashvili an. Nicht greifbare Erinnerungen an seine Jugend in Georgien, spontane Assoziationen durch alltägliche Eindrücke und die Auseinandersetzung mit der Kunstgeschichte regen sich in Emotionen statt Rationalem und fließen als solche in die Arbeiten des Künstlers ein. So finden sich in den Malereien und Zeichnungen Turashvilis weniger konkrete Anspielungen, Zitate und Themen, als viel mehr abgeleitete Emotionen, die mal in figürlicher, mal in abstrakter Darstellung Gestalt annehmen. Diese sollen beim Betrachter jedoch nicht vom Künstler vorgegebene Emotionen erwecken, sondern jedem Freiraum für die Entfaltung eigener Gefühle lassen. Eine einzelne Blume kann für den einen mit dem Tod verbunden sein, der andere wiederum sieht in ihr das Leben, sagt Paata. Wichtig ist es, die Eindrücke wirken zu lassen und darüber zu sprechen – ob mit Worten oder in der Kunst. So malt er seit 26 Jahren jeden Tag, um eine Geschichte (man könnte sagen eine Chronik) von Emotionen und Gefühlen zu erzählen.

 

„Spiel mit dem Geheimnis“ ist die erste Einzelausstellung des Künstlers in Freiburg und besteht aus Zeichnungen und Malereien, die Paata Turashvili in den letzten Jahren fertigte.

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Valentin Fischer