ÜBER:BRÜCKEN

19/12/2019

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27/12/2019

Groupexhibition by Lena Elisa Aicher, Valentin Fischer, Malte Fröhlich, Anna Herms, Lou Hoyer, Lara Koch, Susi Mehl, Urs Moore, Michael Lüth, David Polzin, Felix Schipp, Filomila Sraidaki, Sonja Yakovleva

Vernissage: 19/12/2019 - 18:00-22:00

Open: 20/12/2019 - 26/12/2019 - upon request

Finissage: 27/12/2019 - 18:00 -22:00

Die Gestaltqualität einer Brücke wird auch und vor allem durch den Grad der Ganzheit bestimmt. Diese Ganzheit umfasst auch den Kontext, die Umgebung der Brücke. Das Umfeld ist in der Regel vorggeben, und die Brücke wird eingefügt. Oder aber die unmittelbare Umgebung der Brücke wird durch diese beeinflusst und im Zusammenhang mit ihr gestaltet. Immer ist diese Umgebung wesentlicher Teil einer guten Lösung. Insofern wird die Form entsprechend den Anforderungen der Umgebung immer verschieden sein. Die Gestalt einer Brücke kann nur unwesentlich duch architektonische Stile geprägt werden, denn die Architektur einer Brücke unterscheidet sich grundsätzlich von der eines Hauses. Hier tritt nicht, wie bei einem Haus, die Fassade, eigentlich ein sekundäres strukturelles Element, in Erscheinung, sondern vor allem das primäre Strukturelement: das Tragwerk. Wo eine Brücke entsteht, ist immer ein besonderer Ort, hier laufen nicht nur Verkehrswege, sondern auch Kraftlinien zusammen. Hier findet eine Auseinandersetzung mit für die Landschaft und die Stadt wesentlichen Aspekte statt. Mit Vollendung der Brücke ist der Ort nicht mehr der gleiche. Das atmosphärische Kraftfeld eines Ortes, das in allen Kulturen und Epochen erkannt wurde, war für die Römer das Wirken eines an den Ort gebundenen Geistes, des Genius loci (“der Geist des Ortes“). In der harmonischen Verbindung von Bauwerk und Ort tritt die Kraft des Ortes zutage. Inspiriert von dem Text laden wir dazu ein, sich künstlerisch mit der Thematik auseinanderzusetzen.

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